1. Karlo Clever

Hilfe am Computer: Die Maus macht das Leben leichter

Hilfe am Computer : Die Maus macht das Leben leichter

Früher mussten Befehle über die Tastatur in den Rechner eingegeben werden. Das konnten fast nur Leute, die sich mit Programmen auskannten. Heute muss nur noch angeklickt werden.

Wer an einen Computer sitzt, benutzt sie eigentlich ständig. Neben der Tastatur ist sie das wichtigste Gerät, mit dem ein Computer bedient wird. Die Rede ist von der Maus. Sie macht uns die Arbeit am Rechner leicht. Denn den Weg, den die Maus am Tisch nimmt, nimmt der Mauszeiger gleichzeitig auf dem Bildschirm. Die Idee hat die Computerwelt verändert.

Bevor die Maus erfunden wurde, konnten Menschen einen Computer nur über die Tastatur bedienen. Es gab jede Menge Befehle, die man Wort für Wort eintippen musste. Das war aufwendig! Und es konnten fast nur Leute, die wussten, wie ein Computer richtig funktioniert.

Doch vor 50 Jahren fing das an, sich zu ändern. Am 9. Dezember 1968 stellte der Erfinder Douglas Engelbart seine Computermaus vor. Sie war erstmal nur ein Holzkästchen mit einer Schnur am Ende, einer roten Taste oben und zwei Rädchen an der Unterseite. Ein wenig erinnerte das Ding wohl tatsächlich an eine Maus.

„Die Idee kam ursprünglich aus dem Flugverkehr“, erklärt Stefan Höltgen. Er kennt sich mit der Geschichte der Computer aus. „Dort hatte man eine Kugel in einer Fassung entwickelt, die an einen Rechner angeschlossen war. Die Kugel ließ sich mit den Händen steuern. So konnte man auf Bildschirmen etwa Ausschnitte von Landkarten verschieben oder darauf bestimmte Orte markieren.“ Douglas Engelbart tauschte die Kugel gegen zwei Rädchen und drehte das Ganze um. So trafen die Räder in der Maus auf die Schreibtisch-Fläche. Bewegte man nun die Maus, so bewegten sich auch die Rädchen unter ihr. Sensoren erkannten die Bewegungen nach rechts, links, oben und unten. Diese wurden in digitale Signale umgewandelt und an den Computer weitergegeben. So ließ sich mit der Maus ein Punkt auf dem Bildschirm in alle Richtungen bewegen. Und dann konnte man dort auch etwas anklicken. „Eine Maus zu bedienen fühlt sich so an, wie mit einem Stift über Papier zu fahren“, erklärt der Fachmann.

Mit der Maus konnte man nun Computer steuern, ohne zu wissen, was hinter dem Programm genau vor sich geht. Die Benutzer brauchten nur noch auf der Oberfläche herumzuklicken.

(dpa)