1. Karlo Clever

Karlo Clever: „Das Schönste ist das Freisein“

Karlo Clever : „Das Schönste ist das Freisein“

Als Junge fing er mit kleinen Sprüngen im Schnee an. Mittlerweile ist Justin Lisso 19 Jahre alt – und springt auf seinen Skiern von steilen Schanzen. Vor einem Jahr wurde er mit dem deutschen Nachwuchs-Team Weltmeister.

Bis März stehen für ihn noch mehrere wichtige Wettbewerbe an. Anfang Februar treten die Skispringer auch in Deutschland an: beim Weltcup in Oberstdorf, einem Ort im Bundesland Bayern. Justin Lisso erzählt, was beim Skispringen besonders wichtig ist.

Wie kommt man zum Skispringen?

Justin Lisso: Man fängt in einem Verein an, erst mal auf kleinen Zehn-Meter-Schanzen. Dann macht man mal ein paar Hüpferchen und steigert sich Stück für Stück, Jahr für Jahr, bis es auf eine größere Schanze geht.

Worauf kommt es auf den großen Schanzen an?

Justin Lisso: Es ist wichtig, gut die Spur hinunterzukommen und die Balance zu finden. Dann muss man sauber den Schanzentisch treffen, also genau an der Kante abzuspringen. Von dort stoßen wir uns ab und springen nach oben.

Und in der Luft?

Justin Lisso: Da geht es für mich darum, die Ski gerade zu halten und stabil in der Luft zu liegen. Dabei probiere ich, den Körper zu strecken.

Hast du nicht manchmal Angst zu stürzen?

Justin Lisso: Ich bin schon mal gestürzt, aber daran denkt man nicht. Ich sag mal so: Respekt ist gut, aber Angst sollte man nicht haben.

Was ist das Schwierigste am Skispringen?

Justin Lisso: Das Schwierigste ist, sich nach einem weniger guten Sprung wieder zu konzentrieren und weiterzuarbeiten. Das Schöne ist das Gefühl, wenn du einen guten Sprung machst und weißt, jetzt geht es weit. Die Ski zu spüren unter dir, wie sie drücken. Einfach das Freisein in der Luft.