1. Karlo Clever

Radtour: Auf dem Fahrrad durch Frankreich

Radtour : Auf dem Fahrrad durch Frankreich

Mit dem Drahtesel ein Land zu durchqueren, ist etwas Besonderes. Gute Vorbereitung und ausreichend Training hilft, damit so eine anstrengende Reise viel Spaß macht.

Einmal im Jahr steigen mein Mann Martin und ich für eine große Tour aufs Rad: Wir radeln durch ein Land. Im vergangenen Sommer haben wir unser Nachbarland Frankreich durchquert: vom Norden bis in den Süden an die Grenze zu Spanien. Vier Wochen waren wir unterwegs. 1332 Kilometer haben wir so geschafft, in 21 Etappen

So zu reisen, ist etwas Besonders. Wir haben viel erlebt. Besonders schön ist es, zu sehen, wie sich das Land verändert. Der Norden von Frankreich ist bergig und windig. Im Loiretal im Westen kann man zum Beispiel Salzwiesen besuchen. Im Süden sind Pinienwälder und lange Sandstrände typisch. Lecker essen kann man in Frankreich gleich an vielen Orten!

Doch die Reise war auch anstrengend. Die ersten drei Tage fühlten sich besonders schlimm an für mich. Meine Beine waren so viel Strampelei nicht gewohnt. Mir tat alles weh, ich habe geflucht und auch ein bisschen geweint, weil es so mühsam war. Meine Laune war unerträglich. Erst am vierten Tag hatten sich meine Beine an die Anstrengung gewöhnt.

Ich hätte mich vorher besser vorbereiten sollen. Das rät auch Helge Riepenhof. Er ist Sportarzt und hat früher Radprofis unterstützt. „Vor so einer Reise sollte man viel Fahrrad fahren, um sich daran zu gewöhnen“, sagt er. Kinder sollten so eine lange Reise nicht machen, meint er. Besser wären weniger Tage und weniger Kilometer am Tag.

 Helena Schwar mit ihrem Martin am Atlantik in Frankreich.
Helena Schwar mit ihrem Martin am Atlantik in Frankreich. Foto: dpa

Während einer Fahrradtour sollte man einige Dinge beachten, um seinem Körper Gutes zu tun: Sehr wichtig ist es, viel zu trinken. Damit fängt man am besten schon vor dem Start an. „Das Frühstück ist auch sehr wichtig“, sagt Helge Riepenhof. „Am besten sollte man zwei bis drei Stunden vor dem Losfahren ausreichend essen.“ Während der Tour sollte man immer wieder kleine Happen wie Bananen, Nüsse oder Riegel essen. „Die kann der Körper gut verdauen“, sagt der Fachmann. So bekommt der Körper immer genug Energie.

Wichtig ist es auch, sich nicht zu überschätzen und Pausen zu machen. „Gut wäre es, wenn man nach zwei Tagen Radeln einen Tag regeneriert, also seinem Körper etwas Ruhe gönnt“, sagt Herr Riepenhof. Das geht sogar mit Sport! Man kann spazieren gehen oder eine kürzere Strecke fahren. Ich bin im Urlaub abends oft geschwommen. Das hat meine Muskeln entspannt.

Auch wenn so ein Urlaub anstrengend ist, finde ich es sehr schön, mit dem Rad durch ein Land zu reisen. Man kann viel erleben und sehen. Dazu kommt: Dass ich so eine lange Strecke mit meiner eigenen Muskelkraft gefahren bin, gibt mir ein gutes Gefühl: Ich fühle mich danach sehr stark.

(dpa)