1. Karlo Clever

Karlo Clever: Auch Kinder können das!

Karlo Clever : Auch Kinder können das!

Erst zusammenbauen und dann programmieren. Roboter bauen ist nur etwas für Erwachsene? Von wegen! Moritz hat es selbst ausprobiert. Auch steuern durfte er die kleine Maschine.

„Achtung, fertig, vorwärts!“, ruft Moritz. Der Zehnjährige drückt auf die Starttaste und der kleine Roboter vor ihm fährt los. Moritz hat ihn bei einem Kurs in der Großstadt Hamburg selbst zusammengebaut.

„Die Kinder lernen hier heute, wie sie ein Einsteigermodell zusammenbauen können“, sagt Fin Labusch. Er arbeitet als Informatiker und leitet den Kurs. Durch diesen Beruf kennt er sich gut mit Technik aus und weiß zum Beispiel viel über das Programmieren.

Mit einem Tablet Befehle geben

Moritz ist ein großer Technik-Fan. Er geht in die fünfte Klasse. Dort ist sein Lieblingsfach Mathe. „Später möchte ich Programmierer werden“, sagt er. Ein Programmierer kann zum Beispiel einstellen, was Roboter tun sollen. Deshalb macht Moritz das Ausprobieren großen Spaß. „Ich würde am liebsten alle Roboter, die es gibt, mal testen“, sagt er.

„Erst habe ich den Roboter aus Lego gebaut. Dafür haben wir eine Anleitung bekommen“, erzählt Moritz bei seinem Kurs. Danach habe er ihn mit einem Tablet verbunden. „Hier kann ich ihm jetzt Befehle geben“, sagt Moritz und zeigt auf eine Reihe von bunten Feldern auf dem Gerät. Wenn er ein Feld auswählt und auf Start drückt, führt der Roboter seinen Befehl aus.

„Wenn der Motor sich bewegt, bewegt sich das Gummi an den Rädern und dadurch kann der Roboter fahren“, erklärt Moritz. Der Roboter kann aber noch mehr! Er kann zum Beispiel auch Töne abspielen. „Wenn ich dieses rote Feld auswähle mit dem Würfel drunter, dann kommt ein zufälliges Geräusch“, sagt Moritz. Kurz darauf ist das Gluckern von Wasser zu hören. Der Zehnjährige lacht.

Neben Lego gibt es auch Roboter-Spielzeug anderer Firmen, zum Beispiel Tinkerbots und Silverlit. Spielzeug-Fachmann Ulrich Brobeil empfiehlt, erst mal in normalen Spielzeug-Geschäften zu schauen. Auch in Modelbau-Geschäften könne man aber fündig werden.

Moritz hat auch zu Hause einen Roboter. Den hat er zu Weihnachten bekommen. „Er ist größer, kann aber nicht fahren“, erklärt Moritz den Unterschied. Mit dem Roboter in seinem Zimmer könne er Töne aufnehmen und dann abspielen.

Wenn Moritz sich gerade nicht mit Technik beschäftigt, hat er meistens ein Buch in der Hand. „Moritz ist eine richtige Leseratte“, sagt sein Vater Martin. „Ein Roboter, der mir Bücher bringt, hätte auch was“, sagt der Zehnjährige.

(dpa)