1. Karlo Clever

Eishockey: Angst? „Das wäre nicht so gut.“

Eishockey : Angst? „Das wäre nicht so gut.“

Dominik Kahun ist ein Eishockeyspieler, der für das deutsche Nationalteam spielt. Nun ist er verletzt. Vor der Weltmeisterschaft in Finnland erzählt er, warum er den harten Sport mag.

 Nur noch wenige Tage, dann wird auf dem Eis wieder um Medaillen gekämpft! Die Eishockey-Weltmeisterschaft startet am Freitag in Finnland. Die deutsche Mannschaft spielt im ersten Spiel gleich gegen die starken Kanadier. Die anderen Gruppengegner kommen aus folgenden Ländern: Dänemark, Frankreich, Italien, Kasachstan, Schweiz und Slowakei. Für die Sportler ist das ganz schön aufregend. Dominik Kahun wäre wohl dabei gewesen. Doch nun ist der Stürmer der Nationalmannschaft verletzt und verpasst das Turnier. Das ist traurig für Kahun, der früher in Nordamerika für einige Clubs spielte und inzwischen für einen Verein in der Schweiz auf Torejagd geht. Kristina Puck und Mona Wenisch haben vor der Verletzung mit ihm darüber gesprochen, warum er auf dem Eis keine Angst hat und was er am Eishockey am meisten mag.

Was erhofft sich die Mannschaft von der Weltmeisterschaft?

Dominik Kahun: Natürlich wollen wir als Erstes besser auftreten als bei Olympia. Das ist das große Ziel. Damals sind wir schon vor dem Viertelfinale rausgeflogen. Ich glaube, dass wir auch eine sehr gute Mannschaft dabei haben. Wir wollen das beste Eishockey spielen und so weit wie möglich kommen.

Eishockey sieht manchmal ziemlich brutal aus. Haben Sie manchmal Angst auf dem Eis?

Kahun: Nein, das wäre nicht so gut. Für Leute, die Eishockey nicht so gut kennen und das zum ersten Mal sehen, sieht es natürlich viel schlimmer aus, als es eigentlich ist. Wir spielen schon, seit wir vier Jahre alt sind. Wir wissen, wie so was abläuft an der Bande und wir wissen genau, was zu tun ist. Als ich sieben Jahre alt war und gegen Zehnjährige spielen musste, die schon größer waren, da hatte ich vielleicht mal Angst. Aber heute nicht mehr.

Was finden Sie am Eishockey am tollsten?

Kahun: Ich glaube, einfach jeden Tag in die Halle zu kommen, mit den Jungs zusammen zu sein. Es ist cool, dass es eine Mannschaftssportart ist. Es ist schön und macht jeden Tag Spaß, in die Kabine zu kommen.

Haben Sie einen Tipp für Zuschauende, wie man den schnellen Puck am besten mit den Augen verfolgt?

Kahun:Das ist natürlich schwierig, vor allem im Fernsehen ist es viel zu schnell. Das kann ich bestätigen. Wenn man in die Halle kommt und es persönlich anschaut vor Ort, ist es natürlich schöner. Meistens ist es auch so, wenn man am Fernseher schaut, sagt man: Boa, das ist langweilig, ich seh’ den Puck nicht. Wenn man in der Halle ist, mit der ganzen Stimmung, dann macht es mehr Spaß.

(dpa)