1. Karlo Clever

Skilanglauf: „Action ist genug geboten“

Skilanglauf : „Action ist genug geboten“

Ab auf die Skier und los geht‘s! Sportlerinnen und Sportler fahren beim Skilanglauf viele Kilometer durch den Schnee. Eine Olympia-Sportlerin erzählt, ob es dabei langweilig wird.

Katharina Hennig hat schon oft jubeln können. Die 25-Jährige aus dem Erzgebirge im Bundesland Sachsen gewann jede Menge Rennen im Skilanglauf. Tatsächlich ist sie in ihrer Sportart so gut, dass sie nun sogar zu den Olympischen Winterspielen reisen darf. Im Interview mit Thomas Esser erzählt Katharina Hennig, worauf es beim Skilanglauf ankommt und was sie gegen kalte Füße unternimmt.

Was ist für Sie das Besondere am Skilanglauf?

Katharina Hennig: „Ich bin ein Mensch, der gerne in der Natur unterwegs ist, und ich bin ein Mensch, der sich wahnsinnig gerne bewegt. Deswegen ist für mich Langlaufen die beste Sportart, weil man einfach wahnsinnig viel in der Natur ist, dort Sport macht und vor allen Dingen ganz vielseitig trainieren kann. Man sieht es auch bei mir auf Instagram, ich gehe wahnsinnig gerne in die Berge und mache dort Bergläufe und Bergtouren als Training.“

Ist es dann nicht langweilig, auf flachen Strecken zu fahren?

Hennig: „Das Gute ist: Bei uns sind steile Anstiege oft in den Strecken drin, sodass man auch steile Abfahrten hat und da auch ganz schön Geschwindigkeit bekommt. Also Action ist genug geboten.“

Worauf kommt es bei einem Rennen im Skilanglauf an?

Hennig: „Auf eine große Portion Ausdauer, das ist das Erste. Dass man wirklich genug trainiert hat, um das hohe Tempo mitgehen zu können. Und ansonsten auch mentale Stärke und Kraft.“

 Katharina Hennig hat schon viele Medaillen gewonnen.
Katharina Hennig hat schon viele Medaillen gewonnen. Foto: dpa/Vesa Moilanen

Wie orientieren Sie sich während eines Rennens am besten?

Hennig: „Beim Massenstart sieht man direkt, wo man liegt. Deswegen mag ich Massenstarts auch so, weil man dann Frau gegen Frau direkt hat. Beim Einzelstart läuft man natürlich gegen die Uhr. Aber man bekommt vom Trainer immer Zeiten zugerufen, wo man gerade liegt und in welchem Bereich man sich gerade aufhält, wie der Rückstand ist. Man hat da schon meistens einen ganz guten Überblick.“

Sind Skilangläufer so etwas wie die Marathon-Läufer im Wintersport?

Hennig: „Ja, könnte man so sagen. Es gibt dann noch die Ski-Marathon-Läufer. Aber das ist keine Disziplin, in der es Weltcups gibt. Also man kann das vergleichen.“

Was machen Sie gegen kalte Füße bei einem langen Rennen?

Hennig: „Ich habe in Ruka in Finnland bei einem Rennen zum Beispiel so eine Wärmecreme an meine Füße gemacht. Wenn man kalte Füße hat, hat man kalte Füße, aber diese Wärmecreme war gar nicht schlecht.“

(dpa)