Kreis Heinsberg: Jugendliche sollen die Kirche neu erleben

Kreis Heinsberg: Jugendliche sollen die Kirche neu erleben

Für das kommende Jahr ist ein Jugendcamp für die Messdiener aus der Region Heinsberg geplant. Vom 23. bis 26. Juni 2011 sind Messdienergruppen aus den Gemeinden nach Wegberg-Watern ins Haus St. Georg zu Spiel, Spaß, verschiedenen Workshops und Musik eingeladen.

Das vielseitige Angebot richtet sich gezielt an Messdiener ab zwölf Jahren. „Wir wollen den Jugendlichen etwas Prägendes mit auf den Weg geben und ihnen die Möglichkeit geben, Kirche neu zu erleben”, erklärte Regionaldekan Winfried Müller bei der Vorstellung des Projektes im Jugendbeauftragtenbüro in Hückelhoven.

Organisiert wird das Camp vom Büro der Regionaldekane Heinsberg und Mönchengladbach. Das Leitungsteam besteht aus der Jugendbeauftragten Ingrid Beiten und den beiden Gemeindereferenten Achim Kück und Michael Kock.

Das Motto „Da kommt was in Bewegung” sowie das Logo (drei stilisierte Figuren) stammt von der Borschemicher Messdienerin Anna Boß. „Wir wollten die Ideen der Jugendlichen von Anfang an so gut wie möglich in die Planung mit einbeziehen”, betonte Ingrid Beiten.

Derzeit hat das dreiköpfige Planungsteam noch einiges vor sich und hofft, dass sich aus den Gemeinden Helfer finden, um das ehrgeizige Projekt zu realisieren. Denn angepeilt wird eine Teilnehmerzahl von rund 500 Jugendlichen. Damit würden rund 20 Prozent der Messdiener in der Region als Zielmarke anvisiert. Die genaue Anzahl der aktiven Messdiener in der Region sei nicht bekannt, erklärten die Organisatoren und schätzten sie auf rund 2500.

Das Angebot richtet sich gezielt an Jugendliche, denen ein positives Erlebnis mit auf den Lebensweg gegeben werden soll. „Natürlich wollen wir auch ältere Kinder und Jugendliche bei der Stange halten und ihnen zeigen, dass die Kirche ihnen auch etwas zu bieten hat”, erläuterte Gemeindereferent Achim Kück. Denn Messdienen beschränke sich nicht auf die Kindheit und die ersten Jahre nach der Kommunion.

Daher würden derzeit auch die ältesten aktiven Messdiener in der Region gesucht, die dann gesondert zum Zeltlager als Ehrengäste eingeladen werden sollen. „Eine obere Altersgrenze für die Teilnahme wurde nicht festgelegt, da sie sich aus der Struktur der jeweiligen Gruppen erschließt”, so Kück. Meistens sind die älteren Messdiener als Betreuer in den Gruppen aktiv. Zum Abschlusskonzert am Samstag sind dann auch die Ehemaligen und Freunde der Messdiener eingeladen.

Die Schirmherrschaft über das Zeltlager hat Landrat Stephan Pusch übernommen, der selbst aus der Messdienerschaft stamme und das Projekt gerne unterstütze, wie Gemeindereferent Michael Kock erklärte. Im Vorfeld wird das Planungsteam noch ordentlich die Werbetrommel rühren und dafür einige Kilometer abreißen. Denn als Werbeträger für das Camp wurde ein Fahrrad gestaltet, mit dem nun die Gemeinden abgeklappert werden sollen.

Das Haus St. Georg in Watern wird von der St. Georg Pfadfinderschaft (DPSG) unterhalten und kann an Besuchern einiges vertragen. So fand auf dem großzügigen Gelände 2009 das Diözesancamp der DPSG mit rund 2000 Teilnehmern statt.