Erkelenz: Joachim Torbahn entfacht in Erkelenz einen wahren Bildersturm

Erkelenz: Joachim Torbahn entfacht in Erkelenz einen wahren Bildersturm

Einen wahren Bildersturm entfachte Joachim Torbahn von „Thalias Kompagnons” mit Pinsel und Leinwand in dem Stück „Der standhafte Zinnsoldat”. Im Rahmen der Reihe Theaterstarter war der Nürnberger angereist, um seine Bilderreise in der Leonhardskapelle nach dem Märchen von Hans Christian Andersen auf sehr farbenfrohe und kreative Weise nachzuerzählen.

Die Bühne war das Atelier eines Künstlers, der die Geschichte vom tapferen Zinnsoldaten Hans und seiner Liebe zu der schönen Ballerina auf einer großen Leinwand zum Leben erweckte. Die Bilder flossen ineinander über und ergaben immer neue Motive, mit denen die abenteuerliche Reise des verliebten Soldaten den Kindern nahe gebracht wurde. Der verliebt sich nämlich in die Ballerina aus Seidenpapier, die sein Liebeswerben aber nicht erwidert.

Wie auch? Denn er lebt mit seinen Brüdern in einer Spielkiste, und „in einer Kiste ist kein Platz für die Liebe”. Durch Zutun eines wilden Kobolds, der aus roten Farbkaskaden bestand und das harmonische Bild wegfegte, landet Hans zuerst einmal in der Gosse. Ein Pinselstrich hier und eine Ladung Farbe dort - und schon wird aus der Spielstadt Posemuckel unter dem Esstisch ein unendliches Meer mit wogenden Wellen, auf denen sich das Papierschiff mit Hans bewegt. Schließlich landet er mittels weniger Pinselstriche im Bauch eines Fisches und dieser gleich auf dem Teller und im Zimmer, von dem aus die Reise begonnen hatte.

Auf der großen Glasscheibe

Das Stück faszinierte durch die immer neuen Bilder, die vor den Augen der Zuschauer auf der großen Glasscheibe entstanden und wieder verschwanden. Allerdings hätte es mehr Zuschauer verdient gehabt. Ein halbes Dutzend Kinder nebst erwachsenen Begleitern hatten den Weg in die Leonhardskapelle gefunden. Dass sie gekommen waren, bereuten sie keinen Moment lang.

Christoph Stolzenberger vermutete, dass der Termin in der beginnenden Hochphase des Karnevals etwas untergangen sei, zumal auch viel mehr Karten im Vorverkauf abgesetzt worden waren. Ein Grund mehr, das Stück noch einmal nach Erkelenz zu holen. Am 19. März geht es mit dem Puppen-Schauspiel „Das tapfere Schneiderlein” in der Leonhardskapelle weiter.