Kreis Heinsberg: Jeder kann seinen Beitrag zur Energiewende leisten

Kreis Heinsberg: Jeder kann seinen Beitrag zur Energiewende leisten

Über die Energiewende und den Beitrag, den jeder dazu leisten kann, wollen das Katholische Forum für Erwachsenen- und Familienbildung sowie die Katholikenräte der Regionen Mönchengladbach und Heinsberg in einer Veranstaltungsreihe gemeinsam mit Fachleuten informieren.

In Hückelhoven trafen sich die Akteure aus Kirche, Politik und Wirtschaft, um das Programm vorzustellen. Franz-Josef Unland vom Katholischen Forum erklärte, dass die Energiewende in Einklang mit der christlichen Idee „Schöpfung bewahren” stehe. Daher müsse die Kirche auch dazu beitragen, dass der Gedanke auch bei den Bürgern ankomme. „Es geht darum zu verstehen, was man selber vor Ort tun kann”, fasste er die Zielsetzung der drei geplanten Veranstaltungen zusammen. Marion Peters vom Katholikenrat hob hervor, dass mit dem Energie-Check bei den katholischen Gemeinden in der Region eine Basis gelegt worden sei. Als besonders energiebewusst hatten sich dabei - wie berichtet - die Gemeinden in Porselen und Hilfarth erwiesen. „Es geht darum, sich klarzumachen, wo gespart werden kann und wo unnötig Energie verpufft”, erklärte Peters. Denn daraus würden sich konkrete Maßnahmen ableiten. Diskutiert werde auch die Nutzung von Kirchendächern für die Fotovoltaik.

Um die Erzeugung und Nutzung der regenerativen Energien geht es bei der ersten Veranstaltung am Samstag, 3. März, im Forumsraum von St. Barbara in Hückelhoven an der Brassertstraße. Die rund vierstündige Veranstaltung beginnt um 10 Uhr und umfasst als Exkursion auch die Besichtigung von ­Fotovoltaik-, Windkraft- und Biogasanlagen im Hückelhovener und Wassenberger Raum. Zu den Referenten gehört Markus Palic vom Energieversorger NEW.

Chance zur Beteiligung

Die Beteiligungsmöglichkeiten beim Ausbau regenerativer Energien, zum Beispiel in Form einer Bürgersolargenossenschaft oder von Fondslösungen stehen am Donnerstag, 8. März, ab 19 Uhr im Haus der Caritas in Heinsberg an der Gangolfusstraße im Blickpunkt. Referenten sind Dr. Richard Nouvertné von der Kreissparkasse Heinsberg und Dr. Veit Luxem von der Volksbank Erkelenz.

Unter dem Titel „Energiewende - Zuhause!” werden bei der dritten Veranstaltung am Samstag, 28. April, ab 10 Uhr in der Katholischen Kindertagesstätte Waldfeucht Passivhäuser, Holzpellet­anlagen, Brennstoffzellen und andere Möglichkeiten vorgestellt. Referent Reiner Lövenich, der im Auftrag der katholischen Kirche Umweltberatungen anbietet, erklärte: „Wir wollen auch mit denen ins Gespräch kommen, die es bereits aktiv umgesetzt haben.” Wer heute baue, sei gut beraten, sich über die Möglichkeiten der Energieeinsparung zu informieren.

Unterstützung erhält das Forum aus der Politik. CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Norbert Reyans betonte, dass die Politik den Rahmen schaffen könne, damit die Bürger aktiv werden könnten. Auch der Grüne Ulrich Horst erklärte die Energiewende im Kreis zu einem parteiübergreifenden Thema.

Der Energieversorger NEW beteiligt sich ebenfalls an der Reihe. „Der regionale Energieversorger ist ein kompetenter Ansprechpartner für Fragen im Bereich der flächendeckenden Energieversorgung auf regenerativer Basis”, so Forums­leiter Unland. Anmeldungen beim Forum

Anmeldungen zu den Veranstaltungen sind möglich entweder telefonisch oder per E-Mail beim Katholischen Forum für Erwachsenen- und Familienbildung unter ? 02161/980644 beziehungsweise an gabriele.brahtz@bistum-aachen.de.