Eschweiler: In die rauschende Nacht der Scharwache mischt sich Wehmut

Eschweiler: In die rauschende Nacht der Scharwache mischt sich Wehmut

Wenn auf einer Karnevalssitzung sogar Tränen erlaubt sind, muss das schon einen besonderen Grund haben. Die Damen der Scharwache hatten einen solchen an ihrem Abend in der Dürwisser Festhalle: „Jo un hück Naach - sind Trone ja net schlimm”, sangen sie ihrer Präsidentin Caren Leuchter zu Ehren, die nach dieser Session mit dem kompletten Damengremium abtritt und so auch zum letzten Mal den Damenabend moderierte.

Zweimal elf Jahre lang sorgte sie für „Stimmung, Spaß und sauberen Karneval” bei der Scharwache. Dass neben dem weinenden Auge aber auch das lachende ausgiebig zum Zug kam, dafür sorgte ein buntes Aufgebot an Tänzern, Büttenrednern und nicht zuletzt das Prinzengespann höchstpersönlich. Und das vor einer Kulisse wie im Urlaub: Ein funkelnder Sternenhimmel, der schiefe Turm von Pisa und das obligatorische „Trattoria”-Schild verbreiteten als besondere Schmuckstücke der Dekoration getreu dem Motto des Abends, „Bella Italia”, ein wunderbar italienisches Ambiente.

Voller Pathos und deshalb urkomisch eröffneten die drei Dürwisser Gardetenöre mit ihren Arien den Abend. Jürgen B. Hausmann, Scharwächter Rene Külzer und „Et Rumpelstilzje” entlockten sogar finster dreinblickenden Mafiosi im Publikum wahre Lachanfälle.

„Molto bene” lautete auch das Urteil für die vielen Tanzgruppen: Die Stepptanz-Gruppe der Scharwache sowie die „Kleinen” des Vereins brachten Schwung in die ohnehin schon fröhliche Gesellschaft, bevor auch noch sechs Eschweiler Tanzpaare ihren Auftritt hatten.

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