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Aachen: Steuer für Zweitwohnsitz in der Kritik

Aachen : Steuer für Zweitwohnsitz in der Kritik

Das Studierendenparlament der RWTH hat die Einführung der Zweitwohnsitzsteuer in Aachen „mit großer Sorge” zur Kenntnis genommen.

Dieser Schritt sei für eine Vielzahl von Studierenden sehr belastend. Dieses gelte umso mehr, als dass die entsprechende Kommunalsatzung noch nicht einmal Freistellungsmöglichkeiten aus sozialen Gründen vorstehe.

„So muss zum Beispiel der verheiratete Student, dessen Frau und Familie nicht in Aachen wohnen, seinen Hauptwohnsitz am Sitz der Familie haben. Somit wird er steuerpflichtig”, begründet der AStA.

Selbiges gelte auch für Studierende, die den Schwerpunkt ihrer Lebensbeziehungen am Wohnsitz der Eltern haben. Weil fast alle Studenten noch ein Zimmer bei den Eltern hätten, müsse auch aus versicherungstechnischen Gründen meist mindestens ein Wohnsitz bei den Eltern liegen.

Da andere Städte (wie Bielefeld) auch diese Steuer eingeführt hätten, müsse also ein Student, unabhängig von der Verteilung von Haupt- und Zweitwohnsitz, ohnehin diese Steuer zahlen.

„Gerade ein Studierender belastet doch eine Gemeinde bezüglich Verkehrsaufkommen, Energie und Flächenverbrauch viel weniger als ein anderer Bürger”, meint der AStA.

„Wenn die Stadt Aachen eine Hochschule als einen wesentlichen Standortfaktor gerne in Anspruch nimmt, muss sie auch in Kauf nehmen, dass sich einige Studierenden gesetzeskonform nur mit Zweitwohnsitz melden.”