Aachen: RWTH-Campus startet durch wie eine Rakete

Aachen: RWTH-Campus startet durch wie eine Rakete

Die Vermarktung hat offiziell noch gar nicht begonnen, da startet das Projekt RWTH-Campus in Aachen schon durch wie eine Rakete.

Nachdem am Donnerstag die Meldung die Runde machte, mit ThyssenKrupp zeige sich eines der größten deutschen Unternehmen ansiedlungswillig, bekundete Professor Dr. Günther Schuh - einer der geistigen Väter des Konzepts - gegenüber unserer Zeitung, dass es schon 44 mündliche Zusagen ähnlicher Kaliber gibt. Die Namen werden noch unter Verschluss gehalten.

Damit scheint das Projekt, bei dem von einer Milliardeninvestition und insgesamt 10.000 neuen Arbeitsplätzen gesprochen wird, bei der Zielgruppe bereits ein Renner zu sein. Dass noch keine schriftlichen Zusagen auf dem Tisch sind, liegt einzig daran, dass die „Campus GmbH” als Vermarktungszentrale noch nicht gegründet ist.

Das soll aber in zwei Monaten so weit sein - mit Schuh als einem der Geschäftsführer und weiteren hochkarätigen „Klinkenputzern” in vorderster Front.

Zusagen von Unternehmen gebe es indes schon für zwei Drittel der ersten Projektphase im Bereich Aachen-Melaten, die den Unternehmen 30.000 Quadratmeter „Wohnfläche” (Schuh) bieten soll. In einer zweiten und dritten Phase soll der Campus auf den Aachener Westbahnhof ausgedehnt werden.

Schuh rechnet nach einigen Verzögerungen damit, dass im Sommer 2009 die Bagger in Melaten anrücken und das Gelände ebnen, während fast parallel zu der Infrastruktur in jedem der sechs Abschnitte („Cluster”) Hauptgebäude hochgezogen werden. Das gesamte riesige Areal zwischen dem Aachener Klinikum und der Innenstadt könnte 2016 bebaut sein.

Auf dem einzigartigen Campus sollen Wissenschaft und Wirtschaft enge Forschungsehen eingehen. Dabei werde es nicht nur Jobs für Top-Wissenschaftler, sondern auch viele Arbeitsplätze für geringer qualifizierte Arbeitnehmer geben, betont Schuh.

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