Aachen: Physikwoche an der RWTH: Schüler suchen dunkle Materie

Aachen: Physikwoche an der RWTH: Schüler suchen dunkle Materie

Eine bunte Mischung aus theoretischen Grundlagen, praktischen Anwendungen und Experimenten - das bietet die Physikwoche, die schon seit zehn Jahren im Physikzentrum Melaten der RWTH stattfindet.

Jedes Jahr bekommen dabei besonders begabte oder interessierte Schüler die Möglichkeit, an Vorlesungen und Experimenten teilzunehmen. Dieses Jahr waren es 33 Physikbegabte der Oberstufe, die sich dem Thema „Licht” widmeten.

„Es geht darum, dass die Schüler ihren Kopf ein bisschen mehr anstrengen, als sie es gewohnt sind, aber auch dort Unterstützung bekommen, wo sie auf Mauern stoßen”, sagte Dr. Christian Salinga. Er hat das Projekt mit Professor Dr. Heidrun Heinke geleitet. Finanziert und unterstützt wird es von der Bürgerstiftung der Sparkasse. Die fördert seit vielen Jahren Schulen und junge Mitbürger mit einer besonderen Begabung. Während bisher besonders Grundschulen am Förderprogramm teilgehabt haben, wurde es jetzt auch auf die Mittel- und Oberstufe ausgedehnt.

Ziel des Projekts sei es aber nicht unbedingt, neue Physikstudenten zu gewinnen, sagte Heinke. Denn daran mangelt es Aachen wohl kaum. Allein im letzten Herbst gab es laut Heinke fünf Mal so viele Studenten wie Kapazitäten. Es sei einfach wichtig, das Interesse zu fördern.

Etwa die Hälfte der Teilnehmer waren Mädchen - das ist den Leitern sehr wichtig. Eine von ihnen war die 17-jährige Daniela Mainka. „Es hat wirklich viel Spaß gemacht und war richtig interessant”, sagte sie. Besonders gut hat ihr der Vortrag „Auf der Suche nach dunkler Materie im Weltraum” gefallen. „Es ist toll, dass der Professor, der unsere Vorlesung gehalten hat, bei einem großen Projekt beteiligt ist.”