Aachen: Mit dem Bus von einer Tanzfläche zur nächsten

Aachen: Mit dem Bus von einer Tanzfläche zur nächsten

Jeder Student muss sie zumindest einmal besucht haben: die Aachener Shuttle Party. Ob Erstsemester oder schon höheres Semester die feierfreudigen Jungs und Mädels können mit Linienbussen von Klub zu Klub pendeln.

Auch bei der 28. Auflage zum Sommersemester durfte in insgesamt 15. Locations mit Live-Musik in einigen der Klubs richtig gefeiert werden. So brachte Gangsterrapper „Rockstah” aus Frankfurt den Musikbunker zum Kochen und im „Hotel Europa” begeisterten „Rockrainer” mit Elektropop die Party-People.

Auch die 23-jährige Janine, die mit ihrer Freundin Carla den „Musikbunker” unsicher machte, freute sich über die Live-Musik: „Es gefällt mir hier sehr gut. Ich bin wirklich begeistert”, sagt die Studentin.

Die Busfahrer, die mit fünf Linienbussen im Einsatz waren, machten ebenfalls einen entspannten Eindruck: „Es ist doch schön, all die fröhlichen Leute hier in meinem Bus zu haben. Ich bekomme dann selber auch gleich Lust mitzufeiern, aber leider muss ich ja arbeiten”, erzählt Helmut Offermann, der zum ersten Mal in der langen Shuttle-Nacht hinter dem Steuer saß.

Das Highlight des Abends war auch dieses Mal die Pontstraße. Im „Club Madrid” sorgten unter anderem Go-Go-Girls für gute Stimmung und im „Apollo” durfte zu den Hits der 80er, 90er sowie zu aktuellen Partykrachern getanzt werden bis die High-Heels schmerzten.

Im „Tanzpalast” ging es mit bester Partymusik hoch her: „Wir finden es total super hier. Es ist die perfekte Mischung aus alten und neuen Hits”, sagten Matthias Junker und Marco Vrommen einstimmig. Die zwei BWL-Studenten hatten die Shuttle-Party dick in ihrem Terminkalender markiert.

Nicht nur die Studenten, sondern auch die Organisatoren der Party waren zufrieden: „Insgesamt haben ungefähr 7000 Leute die Shuttle-Party besucht. Das sind zwar weniger, als bei der Party im Oktober, aber es ist immer noch ein gutes Ergebnis”, so Richard Mariaux.

Weniger erfreulich ist eine andere Bilanz: Viel zu tun hatten nämlich die Polizei in der Nacht der Shuttle-Party. Bis 5.30 Uhr mussten die Beamten zu 35 Einsätzen (Sachbeschädigungen und Körperverletzungen) ausrücken, wie die Pressestelle auf Anfrage sagt.

Auch Anwohner wurden vom nächtlichen Treiben gestört. „An den Lärm haben wir uns ja mittlerweile gewöhnt, aber dieses Mal wurde bei uns ein Element aus dem Tor herausgerissen. Der Schaden liegt bei rund 1500 Euro”, sagt Sabine Vogel reichlich verärgert.