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Aachen: Lebenswert leben am Ende des Lebens

Aachen : Lebenswert leben am Ende des Lebens

„Die ethische Vertretbarkeit von ärztlichen Behandlungen bei älteren Menschen muss gewährleistet sein. Wir setzen uns für ein menschliches Leben, aber auch ein menschliches Sterben ein.”

So beschreibt Professor Rolf Rossaint, Anästhesiologie, seinen Anspruch an eine Intensivmedizin, die bei jedem Menschen individuell von Menschlichkeit geprägt sein sollte und nicht auf dem Anspruch einer ärztlichen Therapie um jeden Preis basiert.

Rossaint wird am 13. November gemeinsam mit drei weiteren Referenten Stellung beziehen zum Thema „Leben am Ende des Lebens”. Hierbei kommen sowohl medizinische, als auch religiöse, wirtschaftliche und ethische Aspekte des Lebens im Alter zur Sprache.

Moderiert wird die vom Verein LifeTec Aachen-Jülich veranstaltete Podiumsdiskussion von Professor Christian Mittermayer, dem ehemaligen Direktor des Instituts für Pathologie des Universitätsklinikums der RWTH Aachen.

Die Problematik der Sterbebegleitung und der Würde des Menschen sind zentrale Punkte der Palliativmedizin. Sie sieht eine umfassende Betreuung von älteren Menschen und die Erhaltung ihrer Lebensqualität vor.

„Es wird zunehmend wichtig, Menschen die Angst vor dem Sterben zu nehmen. Wir haben heute genügend Methoden, um Schmerzlinderungen zu erreichen”, betont Professor Lukas Radbruch, Inhaber der Grünenthal-Stiftungsprofessur für Palliativmedizin.

Ergänzt wird diese Aussage durch Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff, der aus Sicht der Kirche sagt: „Als Christen wissen wir, dass das Sterben zum Leben gehört. Es geht darum, den Menschen auch am Lebensende ihre Würde zu lassen”.

Die Frage nach der Bezahlbarkeit von Maßnahmen wird Gesundheitsökonom Professor Karl W. Lauterbach, Berater von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, in seinem Statement „Ist das Ende des Lebens noch zu bezahlen?” thematisieren.