Heidelberg: Hochschulrektoren fordern mehr Autonomie

Heidelberg: Hochschulrektoren fordern mehr Autonomie

Die Hochschulrektoren fordern mehr Autonomie. Die Länder sollten sich auf die Rechtsaufsicht zurückziehen und die organisatorische, personelle und finanzielle Ausgestaltung den Hochschulen überlassen, sagte die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Margret Wintermantel, am Montag am Rande der HRK-Jahresversammlung in Heidelberg.

Mehr Autonomie sei eine wichtige Voraussetzung, um die Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsfähigkeit der Hochschulen zu stärken.

Der Rektor der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Bernhard Eitel, betonte, es gebe keinen Grund, warum die Ministerialbürokratie es besser machen könne als die Hochschulen selbst. Gerade in Zeiten enger finanzieller Korsetts müssten die Hochschulen das ihnen zur Verfügung stehende Geld flexibel einsetzen können.

Wintermantel und Eitel forderten außerdem Kompensationszahlungen für die Rücknahme von Studiengebühren, wie sie beispielsweise nach dem Regierungswechsel in Baden-Württemberg vorgesehen ist. „Wir brauchen diese Mittel”, betonte Wintermantel. Eitel warnte, es wäre eine Katastrophe, wenn das Land den Ausfall der Studiengebühren nicht voll kompensieren und die Geldsumme an die Studentenzahlen anpassen würde.

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