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Jülich: FH-Studenten zünden Feuerwerk guter Ideen

Jülich : FH-Studenten zünden Feuerwerk guter Ideen

Nach dem ersten Jülicher Stadtgespräch „Das junge Jülich - Studentenstadt” reagierten KuBa-Team und Studenten mit Campus-Sprecherin Angelika Merschenz-Quack spontan und verstärkten die Werbung an der Fachhochschule.

So flimmert bereits das aktuelle Programm der Kulturstätte als Power-Point-Präsentation über die FH-Bildschirme, die seit einiger Zeit an mehreren Stellen des Campus auf zeitnahe Veranstaltungen hinweisen.

Zudem traf sich mittlerweile der „KuBaner” Cornel Cremer mit Andreas Bohne von der Fachschaft Technik, um herauszufinden, welche Wünsche die Studenten an den Kulturbahnhof stellen.

So ist einmal in der Woche ein Studententag in Planung, an dem die Studierenden die Kellner stellen und bestimmen, welche Musik sie hören (mit Studenten-DJ) und welche Getränke sie zu sich nehmen möchten. „Beim Stadtgespräch wurde beklagt, dass es zu wenige Partymöglichkeiten gäbe”, bekräftigt Cornel Cremer, „und genau dass gehen wir jetzt an.”

Comedy, Konzerte und Kino

„Das, was wir machen, ist zu 90 Prozent für Studenten geeignet”, unterstreicht Cornel Cremer, Vorstandsmitglied des Vereins „Kultur im Bahnhof”.

Vom Improvisationstheater „Comedia Spontane” über Konzerte von „Kapelle Petra” (Rock-Pop) oder „Eternal Tango” (Emo-Core) bis zur Halloween-Party erstreckt sich das aktuelle Angebot. Hinzu kommt auch das hauseigene Kino.

„Programm- oder Arthaus-Kino ist für die Studenten gedacht”, erzählt Christoph Klemens, Geschäftsführer des Kulturbahnhofs (KuBa) Jülich, „keine Mainstream-Filme, sondern solche, die auf ein intellektuelleres Publikum abzielen.”

Das Problem sei eben, dass Kassenschlager sich nicht lohnten, wie die Vergangenheit gezeigt habe. Ob „Batman begins”, „Krieg der Welten”, die „Harry-Potter”-Reihe oder die „Herr der Ringe”-Trilogie - Streifen, die auf ein breiteres Publikum abzielen, weisen im KuBa unterdurchschnittliche Besucherzahlen auf.

Was sich zunächst unglaublich anhört, erweist sich beim näheren Hinsehen als logisch: „Diese Filme werden in den ersten sechs Wochen geschaut, wenn darüber geredet wird”, meint Klemens, „danach guckt sich die kaum jemand im Kino an.” Deshalb seien ihm Filme wichtig, „über die länger geredet wird”.

Damit hat sich das KuBa-Kino auch schon ein Stammpublikum herangezogen. Mit Erfolg. Ungefähr 6500 Kinobesucher zählte der Geschäftsführer 2008: „Das sind bereits im Oktober 1000 mehr als im gesamten Jahr 2007.” Damit zeigen die Abendvorführungen eine Auslastung von über 90 Prozent. Lediglich bei Kinder- und Jugendfilm ließe sich die Quote noch steigern.

Unter dem Kino-Stammpublikum befinden sich auch FH-Studenten, wie die KuBaner an deren Ausweisen ablesen können.

Das hohe Niveau halten

„Es ist dem Vorstand bewusst, dass der neue Geschäftsführer die Reihe auf dem hohen Niveau weiterführen muss”, erklärt Cremer. Denn Christoph Klemens hört Ende des Jahres auf, die Nachfolge ist noch nicht geklärt.

Doch auch wenn das Kino-Projekt eng mit der Person des scheidenden Geschäftsführers verknüpft ist, stemmt er es nicht alleine. Von Anfang an, als im Frühjahr 2003 der erste Streifen das Dunkel des KuBas durchdrang, gehört Martin Bachner zum Vorführerstab. Seit zwei Jahren entscheidet er auch im Kreis des Abspielrings mit, welche Filme gezeigt werden.