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Aachen/Frankfurt: DJ und Party locken ins Theater

Aachen/Frankfurt : DJ und Party locken ins Theater

Ins Theater gehen nicht nur der Vorstellung wegen: So lässt sich ein Trend zusammenfassen, der unter jungen Leuten immer beliebter wird.

Sie nutzen die neuen Angebote von Stadt- und Staatstheatern, die auf Veranstaltungen jenseits des normalen Spielplans setzen, um auch „Nicht-Theatergänger” anzulocken.

Ein erfolgreiches Beispiel ist der Bucovina Club in Frankfurt/Main, bei dem heute im Foyer des Schauspiels wieder zu Balkan-Sounds getanzt wird. Der Club war auch schon auf Stippvisite in Nürnberg, Köln und Hamburg.

Die Volksbühne Berlin bietet DJ- Abende und Tango-Tanzen in ihrem „Roten Salon” an, das Schauspielhaus Bochum lädt in seine schicke Cocktail-Bar im Keller auch mal Live-Musiker ein. In Hamburg lockt im Thalia Theater das „Nachtfoyer” mehr als 100 Stufen hoch unter den Giebel des alten Gebäudes.

In der neuen Spielstätte des Staatstheaters Wiesbaden, dem alten Jugendstilgebäude „Wartburg” am Rande der Innenstadt, gibt es unregelmäßige Veranstaltungen der selben Art. „Wir laden beispielsweise am 12. Dezember zu einem Abend namens "Operalectric" ein, bei dem drei klassische Musiker ihre Fertigkeiten mit modernen Klängen mischen”, berichtet Beate Kronsbein.

Auch am Theater Aachen, versucht man, mit etwas „anderen” Veranstaltungen junges Publikum zu gewinnen. Dramaturg Kai Wessler nennt als Beispiel die Vorstellungen für Studenten, bei denen im Anschluss immer eine Party im Theaterfoyer stattfindet.

„Der Kartenverkauf läuft im wesentlichen über die Fachschaften der Hochschulen, der Eintrittspreis liegt bei nur fünf Euro.” Vor allem die Schwellenangst soll bei den jungen Leuten mit diesem Angebot abgebaut werden. Und man hofft selbstverständlich auf weitere Besuche der Neu-Theaterfreunde.