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Berlin/Bonn: Bund und Länder: Mit Hochschulpakt Erstsemester-Nachfrage abgedeckt

Berlin/Bonn : Bund und Länder: Mit Hochschulpakt Erstsemester-Nachfrage abgedeckt

Bund und Länder haben nach Angaben ihrer Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) zwischen 2011 und 2015 gut 13 Milliarden Euro für neue Studienplätze bereitgestellt.

Mit der zweiten Programmphase des „Hochschulpakts 2020” konnten über 720.000 mehr Erstsemester ein Studium aufnehmen, als dies ohne die Mittel des Programms möglich gewesen wäre, hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten GWK-Bericht.

Allein 2015 seien rund 3,3 Milliarden Euro investiert worden, um der stetig steigenden Studierendenzahl gerecht zu werden. „So konnten die Bildungswünsche junger Menschen erfüllt werden und zugleich in großem Umfang hochqualifizierte Fachkräfte und wissenschaftlicher Nachwuchs ausgebildet werden”, hieß es von der GWK. 2015 begannen gut eine halbe Million Menschen ein Studium an deutschen Hochschulen - 40 Prozent mehr als 2005, dem Vergleichsjahr des Hochschulpakts.

Mit dessen Mitteln haben die Hochschulen laut GWK vor allem Personal eingestellt: In der zweiten Programmphase 2011 bis 2015 wurde die Zahl der Professuren um fast 5000 (plus 12 Prozent) gesteigert, die des hauptberuflichen wissenschaftlichen Personals um über 13.000 (plus 11 Prozent) und die der Lehrbeauftragten um über 2500 (plus 16 Prozent).

Damit sei „das Verhältnis von Studierenden zu wissenschaftlichem Hochschulpersonal trotz der stark gestiegenen Studienanfänger- und Studierendenzahlen” fast konstant geblieben, hieß es von der GWK.

Über die Gesamtlaufzeit des Hochschulpakts von 2007 bis 2023 will der Bund 20,2 Milliarden Euro bereitstellen, die Länder 18,3 Milliarden Euro. Derzeit studieren in Deutschland rund 2,8 Millionen Menschen.

(dpa)