Gangelt-Birgden: Himmelsleiter wird zum Projekt der Regierung

Gangelt-Birgden: Himmelsleiter wird zum Projekt der Regierung

Schon die Altaransicht mit der großen Leiter, die sich zum Himmel zu strecken schien, war beeindruckend. Ebenso wie die abwechselnden Lichteffekte. Zudem folgten noch ungewohnte Worte und Musik im Altarraum. Mit 15 Veranstaltungen unter dem Motto „Dem Himmel entgegen“ lud die Weggemeinschaft zum geistlichen Advent ein.

Am heutigen Freitag enden die Aktionstage in der Pfarrkirche St. Urbanus Birgden mit einer Roratemesse um 19 Uhr mit anschließend gemütlichen Ausklang des geistlichen Advents. Diakon Stephan Lütgemeier, Gemeindereferentin Barbara Ratayczak und der Pfarreirat Birgden zeichneten verantwortlich für diese ungewöhnliche Aktion. Mehr als 100 Besucher füllten am dritten Advent die Pfarrkirche St. Urbanus und alle merkten: hier wird großes Kino geboten.

Barbara Ratayczak erklärte den Kirchenbesuchern das Jesus ein Rheinländer sein muss. Foto: agsb

Stephan Lütgemeier präsentierte sein Gesangstalent, anschließend spielten Profis auf dem Zupfinstrument. Die finnische Familie Kontio weilt erneut im Raum Birgden und präsentierte mit Leidenschaft und völliger Hingabe himmlische Klänge — ein schönes Einstimmen auf das, was noch kommen sollte.

Dann erschien die Bundesmutti Angie, gespielt von Monika Brinkmann. Die Kanzlerin sprach von der Himmelsleiter als neues Projekt der Regierung. Wobei der TÜV, gespielt Christian Wies, starke Bedenken hatte, und trotz vieler guter Ideen zum Bauvorhaben das Projekt nicht genehmigte. „Dann bauen wir den Flughafen Berlin zu Ende“, so das Schlusswort von Angie Merkel.

Anja Hendrikx auf der Orgel ließ alle träumen, bevor sich viele die Augen rieben. „Ist das Barbara Ratayczak, die da vor uns steht?“, dachten viele. Die Referentin sprach über den Rheinländer mit seiner einzigartigen Mentalität als besonderes Geschöpf Gottes. „Die Rheinländer können in kurzen Sätzen viel aussagen“, sagte Ratayczak und gab einige herzerfrischende Beispiele. Die Gemeindereferentin kam zum Entschluss: „Jesus ist ein Rheinländer“.

Anja Hendrikx ließ erneut die Orgeltasten wirbeln, und danach hatte Stephan Lütgemeier als geplagter Hausmann ein Problem vor den Feiertagen: „Und wer nimmt Oma diesmal?“, war die Frage des Tages.

Anschließend kam Feuerwehrmann Josef Jackels vom einstiegen Rurtal-Trio auf die Bühne. Jackels ging sogleich auf Werbetour für die Einheit Saeffelen. „Wir schlagen uns die Zeit tot und retten Karten von Bäumen“, erklärte Jackels die Hauptaufgabe. Der Mann aus Saeffelen (Hauptort beim Rurtaltrio) brachte echte Selfkantatmosphäre und sorgte vor dem musikalischen Finale der Familie Kontio für ein Highlight. „Wir waren insgesamt mit diesem Abend sehr zufrieden und es freut uns, dass die Resonanz so ausgezeichnet war und das Echo so positiv“, bilanzierte Ratayczak.

Am heutigen Freitag endet die Veranstaltungsreihe in der Pfarrkirche Birgden mit der Roratemesse und einem anschließenden gemütlichen Ausklang dieses geistlichen Advents.

(agsb)
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