Pfarrkirche St. Marien : „Highlight-Gottesdienste“ locken viele Besucher an

Pfarrkirche St. Marien : „Highlight-Gottesdienste“ locken viele Besucher an

Ein Angebot für alle, die mit traditionellen Gottesdiensten fremdeln.

Eschweiler Der Anspruch lautet keinesfalls „besser zu sein“, aber doch „herauszustechen“: Die „Highlight-Gottesdienste“ in der Pfarrkirche St. Marien, deren Grundkonzept zunächst von Pfarrer Michael Datené, den Gemeindereferenten Manfred Joussen und Georg Sievers, Birgit Steven als Mitglied der Pfarrei Heilig-Geist sowie Pastoralreferent Norbert Franzen erarbeitet wurde, sollen ein Zusatzangebot nicht nur, aber auch für Menschen darstellen, die mit der traditionellen Form von Gottesdiensten fremdeln. Am Sonntagnachmittag feierten die Verantwortlichen im wahrsten Sinne des Wortes Premiere. Und sie taten dies gemeinsam mit zahlreichen Gottesdienstbesuchern, die der ersten Auflage einen würdigen Rahmen verliehen.

„Herzen weit und Türen auf“

Schon der „Empfang“ am Eingang der Pfarrkirche unterschied sich vom gewohnten Betreten eines Gotteshauses. Denn der Weg in Richtung Altar war zunächst versperrt, so dass sich die zahlreichen „Highlight“-Interessierten im hinteren Teil der Kirche trafen und so nahezu zwangsläufig schon vor Beginn des Gottesdienstes ins Gespräch kamen. Um 17 Uhr begrüßte dann Pfarrer Michael Datené die Gäste mit einem herzlichen Willkommen und lud diese in den Innenraum der Kirche ein, wo die Stühle ungeordnet kreuz und quer herumstanden. „Ich lade jeden ein, einen Stuhl zu nehmen und mit ihm seinen Platz zu finden, wo immer dieser auch sein mag“, so der Pfarrer, der betonte, dass eines der Ziele der Highlight-Gottesdienste sei, „die Herzen weit und die Türen auf zu machen“.

Dazu beitragen solle nicht zuletzt die Musik, die am Sonntag und in Zukunft ein ganz wichtiger Bestandteil dieser äußergewöhnlichen Form eines Gottesdienstes war und sein soll. Verantwortlich für Musik als spirituelles und emotionales Erlebnis zeichnete während der Premiere die Band „Soulfood“, die von Schülerinnen und Schülern der Bischöflichen Liebfrauenschule unter der Leitung von Lehrer Bernd Schmitz gebildet wird. Lotte Volberg (Gesang), Cornelius Platz (Gesang und Gitarre), Justus Hedenstroem (Gitarre), Luis Pietrowski (Bass), David Peters (Schlagzeug), Larissa Klinger (Synthesizer), Jonas Krahl (Saxophon) sowie Greta Mauermann und Tristan Schmitz (Technik) versetzten ihre Zuhörer mit ihren Songs in eine ganz besondere Stimmung. „Doch bei allem außergewöhnlichen muss klar sein, dass hier ein Gottesdienst stattfindet“, unterstrich Michael Datené, startete seinen Wortbeitrag mit dem Kreuzzeichen und stellte kurz darauf die Frage „Warum sind wir hier?“ in den Raum. Vielleicht stehe diese Zusammenkunft unter der Überschrift des Kennenlernens. „Dies gilt für die Gelegenheit, den Highlight-Gottesdienst, aneinander und Jesus Christus kennenzulernen.“

Dies umzusetzen bedeute, aufeinander zuzugehen und sich die Hand zu geben, um zu erfahren, wer mit mir diesen Gottesdienst besuche. Nach dem Vortrag des Evangeliums, das die Jesus-Frage „Für wen haltet ihr mich“ an die Jünger in den Mittelpunkt stellte, wandelte Pfarrer Michael Datené die Frage um: „Für wen halten wir Jesus?“ Dieser sei der Sohn Marias, ein Zimmermann, Wanderprediger, Wundertäter, der Sohn Gottes. Doch reiche das? „Was eine Person getan hat, ist nicht alles. Entscheidend ist, was dies für eine Bedeutung für mich hat“, so der Geistliche. Die Frage, was Jesus dem Einzelnen bedeute, werde Jesus jedem im Laufe eines Lebens stellen.Es sei niemals das Ziel von Jesus gewesen, einfach ein Vorbild zu sein. „Ihm ging es um mehr. Jesus will diese Welt verändern!“, schloss Michael Datené, bevor die Besucher des ersten Highlight-Gottesdienstes die Gelegenheit erhielten, Musik zu erleben, sich auszutauschen, ins Gespräch zu kommen, sich kennenzulernen.