Aachen: Hier fühlt sich der Ire wie zu Hause

Aachen : Hier fühlt sich der Ire wie zu Hause

Sollte plötzlich Heimweh aufkeimen - keine Sorge. Wenige Schritte entfernt vom Rathaus findet Pat Cox irische Gastlichkeit. Hier die vier wichtigsten Adressen, die sich der neue Karlspreisträger merken sollte - abgesehen von Dom und Rathaus natürlich.

Kings College: Kaum zehn Meter vom Granusturm entfernt, wartet Kneipier Jens Gieseler darauf, sein dreiblättriges Kleeblatt in den Guinness-Schaum zu zapfen. Wie die Kellnerkollegen auf der Insel lässt er sich Zeit beim Zapfen, damit der Schaum schön fest wird und sein Markenzeichen trägt. Whisky und Irish-Coffee sind in ausreichenden Mengen vorrätig. Und Koch Josh Vahsen hält selbstverständlich alle Zutaten für ein Irish Stew bereit. „Kurzfristig gibt es aber auch andere landestypische Leckereien”, verspricht er. Das Eck-Lokal hat bereits zum traditionellen Dom-Gang der Festgesellschaft, also ab 9 Uhr, geöffnet.

Rethel Pub: Gleich nebenan öffnet Ina Fröhmel zwei Stunden später die Tür zum ebenso engen wie gemütlichen Pub, der die rekordverdächtige Zahl von 140 verschiedenen Whiskysorten bereit hält. Auch den in Irland geschätzten „Hot Whisky” mit Nelken und Zitrone könnte Pat Cox ordern. Das Kleeblatt im Guinness-Schaum gehört ebenfalls zu den Grundlagen-Kenntnissen der Kellner. Und falls Gattin Cathy der Sinn nach einem Tänzchen stehen sollte: „Irische Musik haben wir natürlich auch.”

Guinness House: Die größte Chance, Landsleute von der grünen Insel zu treffen, besteht eindeutig an der Ecke Mostardstraße, Neupforte. Geöffnet erst ab 18 Uhr kommen die Iren um so schneller zur Sache und ordern ein Guinness bzw. Kilkenny nach dem anderen. Auch dort ist das Whisky-Sortiment angefangen vom Paddy bis hin zum Jameson beeindruckend vielfältig. Der Spaßfaktor ist hoch. Vor allem Pat Cox Kinder Grace, Anne, Peter, Sinead, Catherine und Patrick dürften dort nach Ende aller steifen Förmlichkeiten auf ihre Kosten kommen.

Wild Rover: Das gilt erst recht für den etwas abseits liegenden Pub am Hirschgraben, deren irische Belegschaft allerdings nicht viel Aufhebens um den Cox-Besuch macht: „Das ist uns ehrlich gesagt ziemlich egal.” Familie Cox kann in den dunklen Räumen unbehelligt und ungezwungen mitfeiern und bei Murphys Extra Stout die Erfahrung machen, dass in deutschen Kneipen nach wie vor geraucht werden darf - und zwar viel.

PS.: „Prost” heißt auf gälisch „Slante” (gesprochen: Slontje). Und vielleicht wird Pat Cox in einem der Aachener Pubs mit dem Gruß „Cad mile Failte” empfangen, was so viel heißt wie „Hunderttausend Willkommen”.