Selfkant-Tüddern: Gruß von der Nachtigall: Vogelfreunde treffen sich zu früher Stunde

Selfkant-Tüddern: Gruß von der Nachtigall: Vogelfreunde treffen sich zu früher Stunde

Der Nabu-Ortsverband Rode-/Saeffel-/Kitchbachtal begrüßte 21 Teilnehmer zu früher Stunde am ersten Maifeiertag. Zusammen wanderten die Naturfreunde durch das Selfkantgebiet bis zum Naturschutzgebiet Schwienswei auf niederländischer Seite.

Bereits kurz nach dem Start am Bauernmuseum Tüddern konnten die ersten Vogelgesänge fachkundig zugeordnet werden. Hinter den Büschen am Bauernmuseum schien eine Nachtigall die Naturfreunde zu begrüßen. Nach einem kurzen Besuch der Nabu-Greifvogelpflegestation - hier wurden Jungkauze präsentiert - ging es durch das Kämpchen und die Rodebachstraße direkt zum Eingang in die Schwienswei (Schweinewiese).

Im Mittelalter war dieses Gebiet ein großer Sumpf und kaum zugänglich. Das Gebiet wurde weitgehend trockengelegt und die Schweine der Tüdderner und Sittarder Bürger zur Mast auf die Wiesen getrieben - daher entstammt die Namensgebung. Im Jahre 2003 wurde das Gebiet rekultiviert.

Der Rodebachkanal wurde von seinen Betonplatten befreit und kleinere Bachläufe, die dem früheren Verlauf des Rodebaches andeuten, angelegt. Durch die Koppelbeweidung mit Schafen wurde einer starken Verbuschung entgegengewirkt. Dies gab Vögeln, Insekten und Säugetieren neuen Lebensraum. Nachdem die Teilnehmer die Schwienswei durchwandert hatten, erreichten sie „Parkbos Millen”.

Dieses Gebiet ist aus Menschenhand neu entstanden und bietet mit seinen zwei größeren Seen und den kleineren Senken, Hügeln, Wiesen und Wäldchen den idealen Lebensraum für viele Tiere. Die Naturfreunde zeigten sich hell begeistert. Insgesamt wurden nach einer groben Zählung rund 50 Vogelarten (unter anderem Grünling, Hausrotschwanz, Blaumeise, Mauersegler, Buntspecht, Zaunkönig, Bachstelze, Schwanzmeise) zugeordnet.

Mit Gerd Passen, Vorsitzender der Heimatvereinigung Selfkant, war ein exzellenter Reiseführer mit Geschichten rund um die Mühle Millen sowie Burg Millen dabei. Nach rund fünfeinhalb Stunden erreichten die Vogelfreunde wieder den Ausgangspunkt der lehr- wie erlebnisreichen Wanderung. Alle waren sich einige: Es war ein tolles Erlebnis.