Kreis Düren: Gründerwettbewerb „AC²“ geht jetzt in die Startphase

Kreis Düren: Gründerwettbewerb „AC²“ geht jetzt in die Startphase

„Nur ein Narr würde sagen, er kann keinen Rat mehr gebrauchen“, sagte Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren. Der philosophische Satz fiel während einer Pressekonferenz im Konferenzraum der Firma „M+H Plast GmbH“ an der Nordstraße in Düren.

Anlass war die Vorstellung der neuen Wettbewerbsrunde von „AC² — die Wachstumsinitiative 2014/2015“. Initiator ist wie im vergangenen Jahr die „Gründerregion Aachen“, die allen wachstumsorientierten Unternehmen der Wirtschaftsregion Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg nun erneut die Möglichkeit gibt, an diesem Wettbewerb teilzunehmen.

Einzige Vorgabe: Die teilnehmenden Betriebe sollen zwischen fünf und 250 Mitarbeiter stark sein. Im vergangenen Jahr entschieden sich von 700 möglichen Firmen im Kreis Düren nur fünf, die ihre Unterschrift leisteten und sich damit bereit erklärten, vom professionellen Beratungsangebot während des Wettbewerbs zu profitieren. Nun hoffen die Veranstalter, dass es in diesem Jahr mehr Interessenten sein werden.

Iris Wilhelmi, stellvertretende Geschäftsführerin der Gründerregion Aachen, führte aus: „Wir wollen beispielsweise die Ideen heben, die nicht selten in den Schubladen der Unternehmen schlummern.“ Auch könnten Firmenstrukturen und Abläufe optimiert werden.

Die Unterstützung geschieht im Rahmen von drei kostenlosen Beratungsgesprächen, weiter werden zwei unabhängige Gutachten für die jeweils teilnehmenden Firmen erstellt und sechs Vortragsabende angeboten. Den Gewinnern winken Geld- und Sachpreise. Iris Wilhelmi informiert: „Ein Team von 160 professionellen Beratern agiert während des Wettbewerbs ehrenamtlich. 30 Prozent der Teilnehmer nutzen das professionelle Angebot nach der Wettbewerbsphase weiter.“

Dr. Marcel Sittel-Faraj ist Geschäftsführer der Firma M+H Plast GmbH, die sich im vergangenen Jahr öffnete und die Beratung annahm. Marcel Sittel-Faraj, Chef von 15 Mitarbeitern, blickte zurück: „Der Zwang, sich aus dem Hamsterrad zu lösen, widerstrebte mir zwar zunächst und erschien lästig, doch es öffnete mir den Kopf und schaffte Platz für neue Ideen. Im Nachgang erwies es sich als sehr sinnvoll, am Wettbewerb teilzunehmen.“

Die Berater hätten sich vor allem den Alleinstellungsmerkmalen des Unternehmens gewidmet, aufgezeigt, wo die Stärken liegen und die Firma dadurch einen guten Schritt nach vorne gebracht.

Wolfgang Spelthahn bemerkte: „Es müssen Berührungsängste abgebaut werden, aber dann lohnt sich der Aufwand für die Betriebe.“ Anette Reinholz, Wirtschaftsfördererin des Kreises Düren, ergänzte: „Für die Unternehmen ist es eine Win-Win-Win-Situation.“ Interessierte Firmen können sich ab sofort anmelden unter Telefon 0241/4460350 oder per Mail info@ac-quadrat.de.

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