Cambridge/USA: „German Gemütlichkeit” in Dirndl und Hirschleder

Cambridge/USA: „German Gemütlichkeit” in Dirndl und Hirschleder

„Hoch die Becher, ein Prosit auf die deutsche Gemütlichkeit”: Mit einem zünftigen „Crabtoberfest”, einer Mischung aus Krabben- und Oktoberfest, endete am Wochenende der Besuch der über 60-köpfigen Gruppe aus dem Kreis Düren beim Partnerschaftskreis Dorchester im US-Bundesstaat Maryland.

Bei zünftiger Musik der amerikanischen „Enzian-Volkstanzgruppe” und lieblichen Weisen des Duos „Liab und Schneid” entwickelte sich schnell nach dem Fassbieranstich für die vielen Amerikaner, die teils in bayrischen Trachten erschienen waren, das, was sie für „German Gemütlichkeit” halten. Natürlich mussten die deutschen Gäste Hilfestellung leisten. So sorgte Rudi Frischmuth als Vertreter des Landrates dafür, dass die Bürgermeisterin von Cambridge den Hammer richtige ansetzte, um das deutsche Bier fließen zu lassen.

Und als die lustigen Musikanten zum Ententanz aufspielten, brachten die Frauen aus dem Kreis Düren den Freunden aus Dorchester erst einmal bei, wie man am besten mit den Armen wedelt.

Um das angebotene unvermeidliche Sauerkraut mit Würsten oder wahlweise den Sauerbraten mit Knödeln abzutrainieren, bot sich bei der schmissigen Polka mit der Trachtengruppe aus Dorchester reichlich Gelegenheit. Einige Dürener Gäste hatten es sich nicht nehmen lassen, bei diesem Fest in zünftiger Kleidung mit „Krachlederne” oder Dirndl zu erscheinen. Sparkassenvorstand Uwe Willner, Kulturausschussvorsitzende Katharina Rolfink und Kreistagsabgeordnete Helga Conzen führten den Reigen an, Bernd Böhnke, Chef der Dürener Kreisbahn, verblüffte in Lederhosen alle mit seinen Schuhplattlerkenntnissen.

Die Begegnung mit den Partnern aus Dorchester ging aber nicht zu Ende ohne die üblichen gegenseitigen Anerkennungsbezeugungen. Der Senator des Staates Maryland, Richard Colborn, eher ein verhaltener Tänzer, lobte aber ausdrücklich die Bemühungen des Kreise Düren bei der Förderung des deutsch-amerikanischen Austausches. Er überreichte ein große Urkunde mit der Bestätigung seines Staates, dass der Kreis Düren den „kulturellen Horizont des Kreises Dorchester maßgeblich erweitert” habe.