Kreis Heinsberg: GdP lobt ehrlichen und fairen Stil in Heinsberg

Kreis Heinsberg: GdP lobt ehrlichen und fairen Stil in Heinsberg

„Es ist genug zu tun für die Gewerkschaft der Polizei, arbeitslos wird sie nie”, sagte Kreisgruppenvorsitzender Lothar Engel beim Jubiläumsfest im Hilfarther Saal Sodekamp-Dohmen. Gefeiert wurde das 60-jährige Bestehen der GdP im Kreis.

Erinnert wurde von Engel an die Anfänge im März 1949: Damals hatten sich in Erkelenz die ersten Polizeibeamten zum Bund der Polizeibeamten NW zusammengeschlossen, aus dem dann - ebenso wie in Geilenkirchen-Heinsberg - die GdP entstand.

Die ersten Vorsitzenden waren Otto Olzog in Erkelenz und Werner Schütze in Geilenkirchen-Heinsberg. Kernforderungen in den 50er Jahren waren laut Engel die materielle Verbesserung für die Bediensteten, denn angesichts gestiegener Lebenshaltungskosten seien die Polizeibeamten mit ihren bescheidenen Bezügen mehr und mehr in Bedrängnis geraten, berichtete der Kreisgruppenvorsitzende.

Die GdP habe im Laufe der Jahre für die Beschäftigten eine Menge erreicht, „das oft nicht für möglich gehalten wurde”. Aber die GdP spiele auch in der gesamtgesellschaftlichen Diskussion eine wichtige Rolle.

Nach der kommunalen Neugliederung kam es im Februar 1972 zur Gründung der Kreisgruppe Heinsberg, deren erster Vorsitzender Helmut Hinzen war. Ob Einsatz für eine gerechte Bewertung des Polizeidienstes und für Erleichterungen im Wechselschichtdienst oder Kampf gegen Stellenplankürzungen und gegen Nullrunden - für die GdP gab es immer viel zu tun.

Inklusive Arbeitszeitverlängerungen und Kürzungsdiktaten habe sich das Einkommen der Polizeibeamten in den vergangenen acht bis neun Jahren um knapp 20 Prozent reduziert, stellte Engel fest. Überdies sei der Polizeidienst um ein Vielfaches gefährlicher geworden. Die Zahl der Polizeibediensteten nehme stark ab, dafür steige die Zahl der Aufgaben und Einsätze.

Die Kreisgruppe Heinsberg zählt zurzeit 487 Mitglieder. „Wir helfen und unterstützen unsere Mitglieder jeder Altersgruppe mit unterschiedlichen Netzwerken, sagte Lothar Engel voller Stolz auf dieses Miteinander.

Bei der Behördenleitung bedankte er sich „für den ehrlichen und fairen Stil”, der in Heinsberg gepflegt werde und hoffentlich auch für die Zukunft als Maßstab für ein vertrauensvolles Miteinander gelte.

Zu Beginn der Feierstunde, die vom Holzbläserensemble des Landespolizeiorchesters (Wuppertal) musikalisch begleitet wurde, hatte Landrat Stephan Pusch Glückwünsche auch im Namen von Kreistag und Kreisverwaltung ausgesprochen.

Die GdP sei für ihn ein wichtiger Ansprechpartner in vielen Dingen, sagte Pusch. Und die Interessen zwischen der Gewerkschaft und der Behördenleitung seien dabei sehr oft gleich gelagert.

Die Überalterung sei besorgniserregend. Es würden mehr junge Beamte gebraucht. In den vergangenen beiden Jahren seien bei der Kreispolizeibehörde 24 Beamte ausgeschieden, sie habe aber nur zwei neue erhalten. „So geht das nicht weiter”, betonte der Landrat und fügte hinzu: „Die Arbeit der GdP ist wichtiger denn je.”

Glückwünsche des Landesbezirksvorstandes übermittelte der stellvertretende Vorsitzende, Peter Hugo, der die Geschichte der GdP als „Erfolgsgeschichte” bezeichnete und insbesondere den Jubilaren für ihre Treue und ihr Engagement dankte.

Mit einer Goldenen Ehrennadel, einer Urkunde und einem „Eisernen Schutzmann” als Figur zeichnete die GdP-Kreisgruppe Heinsberg aus Anlass des Jubiläums treue Mitglieder aus, die der Gewerkschaft seit 60 Jahren angehören: Ursula Becker, Gertrud Bongartz, Heinrich Bonsels, Margarethe Breuer, Maria Bures, Herbert Flaeschel, Helene Gehrke, Maria Hinzen, Gertrud Houben, Maria Hoven, Marianne Karolczak, Wolfgang Krisch, Hermann Kulms, Elfriede Lennartz, Josef Lennartz, Peter Loeffel, Luise Lüttgens, Grete Mett, Josef Multhaup, Agnes Opitz, Martha Peltzer, Hildegard Pelzer, Cäcilia Romeicke, Grete Schramm, Wilhelm Schröder, Maria Katharina Stienen, Martha Thissen und Anna Zahlmann.

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