Wegberg: Fußweg zur Haltestelle für Schulkinder versperrt

Wegberg: Fußweg zur Haltestelle für Schulkinder versperrt

Ein schmaler Fußweg aus Waschbetonplatten verbindet in Wildenrath die Jenngesfeldstraße mit der Rosenthaler Straße und führt vorbei an den Häusern, in denen ehemals die Angehörigen der britischen Streitkräfte wohnten. Er wurde von Spaziergängern genutzt und vor allem von Schulkindern, die so die Bushaltestelle erreichen konnten, ohne an der Hauptstraße vorbei zu müssen.

Seit Wochen bietet der kleine Pfad ein Bild der Verwahrlosung. Gegangen ist dort auch schon lange niemand mehr. Ein Mieter des angrenzenden Hauses hat zunächst einen Erdwall errichtet, um den Durchgang zu unterbinden. Der kurz darauf entstandene Trampelpfad über den Erdwall wurde mit Rasenschnitt zugeschüttet. Zur Verstärkung des Walls wurden Äste aufgeschichtet. Gras wuchert über die Waschbetonplatten und die Brennnesseln erreichen Rekordhöhe.

Auf Nachfrage erklärte der Eigentümer des Hauses, Jürgen Janssen aus Heinsberg, dass der Weg Privateigentum sei und der Durchgang nur geduldet wurde. Er wisse, dass es dort im Augenblick ganz furchtbar aussehe. „Aber die Situation wird innerhalb der nächsten vier Wochen bereinigt. Ich lasse die Fläche säubern und werde einen massiven Zaun setzen.” Der Weg sei dann nicht mehr nutzbar.

Eine andere Möglichkeit sehe er nicht, da die Spaziergänger mit ihren Hunden dort ständig Hundehaufen hinterlassen hätten. Auf die Schulkinder angesprochen, die über diese Abkürzung die Bushaltestelle erreichen, sagte Janssen: „Ich habe nichts gegen Kinder. Aber rechts und links des Weges lagen immer wieder Getränkeverpackungen.” Das könne er seinen Mietern nicht zumuten.