Rundweg durch Raeren: Wandern im alten Töpferdorf

Rundweg durch Raeren : Natur und Historie beim Wandern im alten Töpferdorf erleben

Vom Parkplatz bei Haus Zahlepohl wandern Sie in Richtung der Burg, in deren Museum Raerens Vergangenheit als Töpferdorf gewürdigt wird. Mit Blick auf die Wasserburg aus dem 14 Jahrhundert wenden Sie sich nach links und folgen der Bergstraße für etwa 200 Meter bis zum Haus Raeren.

Dieser Wohnturm stammt ebenfalls aus dem 14. Jahrhundert und ist fast noch in seiner ursprünglichen Anlage erhalten. Es ist von einem Wassergraben umgeben, auf dem weiße Schwäne schwimmen und über eine Zugbrücke zugänglich.

Haus Raeren gehört den Nachfahren des bekannten, ostbelgischen Kunstmalers André Blank. Der Kreuzweg in der Eupener St. Nikolaus Pfarrkirche ist beispielsweise von ihm. Vor Haus Raeren geht es nach rechts weiter, dem Wanderzeichen „blaue Raute” nach. Sie bleiben geradeaus und laufen an einer Linde vorbei in einen schmalen Graspfad. Am Stamm dieser Linde hängt eine Gedenktafel für einen kleinen Jungen, der hier bei einem Unfall ums Leben kam.

Sie erreichen die Hohe Brücke, deren Namen sich aufgrund ihrer lichten Höhe von sechs Metern ergeben hat. Vor vielen Jahren fuhren unter ihr die Fuhrwerke her. Sie beachten die Brücke aber nicht weiter, sondern biegen links ab und betreten über ein Klapptor eine Wiese. Entlang einer Hecke nähern Sie sich dem nächsten Klapptor. Rechter Hand fällt ein ungewöhnliches „Bauwerk“ ins Auge. Mit großen Steinen aus der Gegend hat man Staustufen geformt. Dieser Ort heißt Katzeköngel und ein Schild erklärt, was es mit dem Namen auf sich hat.

Am Periolbach

Das Wasser staut sich und dahinter fließt es dann so ruhig, dass die Fuhrwerke mit den Töpferwarenüber die Steinplatten in dem Bachbett fahren konnten.

Auf ihrem Weg folgten sie früher dem Bachbett des Periolbaches bis zur Burg Raeren und bogen dort auf den Öslingerweg in Richtung Aachen ab. Bei dem Öslingerweg handelt es sich um eine alte Pilgerstraße, die über Frankreich und Luxemburg über das Hohe Venn nach Aachen führte.

Jetzt wandern Sie stromaufwärts entlang des Periolbaches. Sie erreichen ein Haus mit dem Schild „Haus am Blar“. Ein wichtiger Landschaftsdichter des deutschen Sprachraumes, Josef Ponten, verbrachte hier seine Schulferien, da seine Großeltern das Haus bewohnten. „Haus am Blar“ lag an einer wichtigen Wegekreuzung. Heute gibt es hier einen hübschen Picknickplatz.

Den Hund freut’s: Der Weg führt oft am kleinen Periolbach entlang. Foto: Petra Vanderheiden

Sie entdecken das Wanderzeichen „blaue Raute“ neben einem Klapptor, durch das Sie gehen. Rechts von Ihnen liegen die Gebäude des Altenheimes Marienheim. Ursprünglich stand an dieser Stelle eine Mühle. Der Müller vermachte das Grundstück der Allgemeinheit. Es sollte ein Krankenhaus errichtet werden. Heute ist das Marienheim eines der modernsten Altenheime der Gegend. Ein Drehkreuz bringt uns zu einem schmalen Kiesweg. Linker Hand liegen im Hang die Stationen eines Kreuzweges. Eine Mariengrotte liegt rechts von Ihnen.

Kurz danach halten Sie sich rechts und queren den Periolbach. An einem Holzunterstand geht es nach links weiter und vor dem großen Teich halten Sie sich rechts. Gegenüber dem Eingang des Marienheimes wandern Sie die Spitalstraße hoch. Einige hundert Meter weiter, gegenüber Haus Katharina, einer Seniorenwohnstätte, entdecken Sie ein Infoschild, welches Ihnen erläutert, warum diese Stelle „Auf der Botz“ genannt wird. Die Botz war einer der Weiler Raerens, wo die Töpfer besonders aktiv waren. Hier kann man auch die Struktur der alten Raerener Weiler sehr gut erkennen: Lange Blausteinhäuser stehen quer zum Straßenverlauf.

Vor Haus 46 mit der Holzfassade biegen Sie links ab in einen Fußweg, der mit den Zeichen „grünes Rechteck“ und „blaue Raute“ markiert ist. Zunächst spazieren Sie noch entlang einiger Gärten, dann schließt sich ein Wiesenweg an. Ein Klapptor führt in eine Wiese. Nach 150 Metern folgt ein enger Durchgang und gleich im Anschluss eine Steinbrücke über den Periolbach. Es geht weiter durch die hügelige Wiese aufwärts. Der Periolbach mäandert links von Ihnen hinter den Weiden. 300 Meter weiter oben passieren Sie ein rostiges Drehkreuz.

Achtung! 20 Meter weiter gehen Sie rechts an dem Baum mit dem Holzkreuz am Stamm durch ein Klapptor. („blaue Raute“, „grünes Rechteck“). Geradeaus laufend passieren Sie ein weiteres Klapptor und folgen dann dem von Wanderern vorgegebenen Weg durch eine Weide bis zu einem asphaltierten Verkehrsweg. Über ein Drehkreuz erreichen Sie die Straße und wenden sich nach rechts. 50 Meter weiter verlassen Sie die Straße über einen Feldweg nach links. Sie erreichen einen weiteren Verkehrsweg und biegen rechts ab.

Am alten Bahnhof

Ein schöner Blick über Raeren wird Ihnen geboten. Am Querweg mit dem Marmorwerk Hagelstein geht es nach links weiter. 100 Meter weiter, vor der Linkskurve und gegenüber dem Hotel Eifeler Hof, biegen Sie rechts ab. Sie erreichen den alten Bahnhof von Raeren, Heimatbahnhof der „Vennbahn“. Die Strecke wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts angelegt, um Preußen mit Luxemburg und Lothringen zu verbinden. Bis 2002 hat die Vennbahn Touristen durch das Hohe Venn gefahren.

Hinter dem Bahnhof biegen Sie anschließend mit einigen Wanderzeichen nach links ab, queren die Gleise, auf denen schon viele Jahre keine Züge mehr verkehren und folgen dem Vennbahnweg nach rechts. Vorsicht! Sie müssen ihn sich mit den Radfahrern teilen. An der Abzweigung mit den Hinweistafeln zur Vennbahn und die Umgebung biegen Sie rechts ab und queren dabei erneut die Gleise. Hinter dem Café Pavillon biegen Sie links ab (blaue und grüne Raute). Über einen Kiesweg laufend erreichen Sie einen schmalen Weg mit rechts Hecke und links niedrigen Bäumen und Sträuchern hinter welchen die Gleisen verlaufen. Nach wenigen Metern folgt eine Schutzhütte, von der man einen weiten Blick über Raeren hat.

Der Rundweg zum Wandern in Raeren. Foto: vanderheiden

Aufgepasst! An der Gabelung ist am Baum die blaue Raute angebracht. Diese führt Sie nach rechts. Sie entfernen sich damit von den Gleisen und laufen den Wald abwärts. An der undeutlichen Abzweigung nach etwa 20 Metern halten Sie sich weiter links (grüne und blaue Raute). Am tiefsten Punkt laufen Sie dann entlang mehrerer Angelteiche und erreichen erneut den Periolbach. Bei genauerem Hinsehen entdecken Sie eine schmale Brücke, die Sie trockenen Fußes über den Bach bringt. Danach folgen Sie einem Feldweg. Am Querweg mit Picknickbank halten Sie sich rechts (Schonsweg) und am nächsten Querweg geht es nach links weiter (Rottstraße). Sie wandern auf die Abzweigung “Untere Rott” zu und halten sich dann rechts in Richtung Eupen. Achtung! Nach wenigen Metern biegen Sie nach Haus Nummer 24 links ab und folgen damit der blauen Raute. Es handelt sich um eine schmale Gasse zwischen Hecken. Sie erreichen einen Verkehrsweg, über den Sie hinweg laufen. Bei der gelb gestrichenen Holzhütte biegen Sie mit einigen Wanderzeichen rechts ab.

Es handelt sich um einen Graspfad zwischen Hecken. An der Gabelung 15 Meter weiter halten Sie sich weiter rechts. Es folgt ein Hohlweg, schattig zwischen Hecken gelegen, und eine schmale Holzbrücke bringt Sie nachfolgend über den Iterbach. Der Weg wird wieder lichter. Ein breiter Wiesenpfad leitet Sie auf die Pfaustraße, die Sie mit Hilfe eines Zebrastreifens überqueren. Sie halten sich rechts und biegen wenige Meter weiter links ab in einen Kiesweg, der auf Haus Nummer 20 zuführt. Links haltend erreichen Sie einen Wiesenweg, der Sie nach rechts entlang einer Nadelbaumschonung führt. Bei dem Pfahl mit Beschilderung bleiben Sie geradeaus. Ein schmaler Durchgang mit Stein wird durchschritten. Viele tausend Hände haben im Vorbeilaufen schon den Stein geglättet. Ein Wiesenweg führt zwischen Schafweiden und Streuobstwiesen entlang. Über den Verkehrsweg (Neudorfer Straße) wandern Sie hinweg und gleich gegenüber zwischen Haus Nummer 27 und 29 verläuft Ihr Wanderweg weiter.

Drunter und durch

Die Wanderzeichen führen Sie wenig später nach rechts entlang einer hohen Hecke. Manchmal ist hier ein lockeres Seil wegen der Pferde gespannt, einfach drunter durch. Nachdem ein weiterer enger Durchlass passiert wurde, laufen Sie genau in Richtung der Kirche vor Ihnen. Mehrere Wiesen werden durchwandert, die jeweils im Abstand von etwa 100 Metern durch hölzerne Viehsperren getrennt sind. Schließlich stehen Sie erneut an einem Verkehrsweg und biegen links ab. Auf Höhe eines eisernen Wegkreuzes neben einem Bruchsteinhaus verlassen Sie die Straße nach rechts und folgen einem Fußweg in Richtung Kirche.

Etwas weiter laufen Sie über einen Weg am Friedhof und dem Dorfbrunnen vorbei und schließlich rechts entlang der Kirche. Über die Straße wandern Sie geradeaus hinweg und folgen rechts einer Schule einem Fußweg. Achtung! An der Gabelung bei den drei roten Garagen wechseln Sie rechts auf einen schmalen Asphaltweg, der durch die Wiese verläuft. Zwischen zwei Steinen wandern Sie hindurch und laufen über eine alte Steinbrücke, nach der Sie sich links halten und auf einem schmalen Pfad wandern (das grüne Klapptor vor Ihnen beachten Sie nicht).

Weiter vorne nutzen Sie das silberne Klapptor, hinter dem es nach Regenfällen matschig ist, handelt es sich doch um die „Durchgangsstraße“ der Kühe von der Weide in ihren Stall. Wenige Meter weiter passieren Sie ein weiteres Törchen. Dann erreichen Sie wieder die Hohe Brücke. Der Weg, auf dem Sie sich nun befinden, dürfte Ihnen bekannt vorkommen und Sie laufen die wenigen hundert Meter zurück zum Parkplatz.

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