Moresnet: Ein kleiner Weihnachtsmarkt krönt die Rundwanderung in Ostbelgien

Moresnet : Ein kleiner Weihnachtsmarkt krönt die Rundwanderung in Ostbelgien

Moresnet hat eine äußerst bewegte Geschichte. Bei dieser Wanderung stoßen wir immer wieder auf Spuren dieser Vergangenheit. Informationstafeln, vor allem in Kelmis und rund um den Casinoweiher, lohnen einen kurzen Aufenthalt.

Vom Parkplatz am Casinoweiher in Kelmis aus wandern wir in Richtung des Weihers. Nach rechts umrunden wir den weitläufigen Teich. Er wird vom Tüljebach gespeist, gibt seltenen Vögeln Schutz und Brutraum. Rechts blicken wir auf die Halde Altenberg. Sie steht unter Naturschutz, darf aber auf den vorgesehenen Wegen betreten werden. Hier finden wir Infotafeln über die Zeit des Galmeiabbaus im 19. Jahrhundert.

Die Schnellbahntrasse bei Moresnet. Foto: Petra Vanderheiden Berndt

Wir erreichen einen Unterstand. Daneben entdecken wir einen Picknicktisch. Dahinter biegen wir rechts ab und wandern auf eine grüne Eisenbrücke zu. Wir überqueren die Göhl. Nach der Brücke wenden wir uns nach links und folgen einem schmalen Fußweg entlang der Göhl flussaufwärts. Eine weitere Brücke beachten wir nicht.

An dieser Stelle biegen wir rechts ab und folgen damit dem Grenzrouten 2-Schild beziehungsweise dem Wanderzeichen „blaues Rechteck". Der Weg erfordert weiter vorne etwas Trittsicherheit, verläuft er doch über Wurzeln, die vom Laub bedeckt sind und rutschig sein können. Oben gehen wir durch zwei Drehkreuze und folgen weiter dem Grenzrouten 2-Schild.

Die Wiese laufen wir abwärts. Weiter unten halten wir uns rechts und folgen damit der Grenzroute 2. Der holprige Feldweg bringt uns erneut an eine Brücke. Anmerkung: Links haltend können wir uns die alte Rochuskapelle anschauen. Nach der Brücke führt unser Wanderweg nach rechts und wir erreichen alsbald die Lütticherstraße, die wir queren, um ihr nach links zu folgen.

An einem alten Eisenbahnwagen wandern wir vorbei, passieren die Abzweigung Hagenfeuer und biegen unmittelbar dahinter rechts ab in den Rad- und Wanderweg. Er verläuft unmittelbar rechts der Göhl. Wir wandern an einer Tennisanlage vorbei, ignorieren einen Weg nach rechts und bleiben weiter geradeaus, bis wir erneut an eine Brücke gelangen.

Vor der Brücke verlassen wir den Radweg nach rechts (Grenzroute 2) und folgen einem wunderschönen Weg entlang der Göhl mit Blick über Wiesen auf das Viadukt von Moresnet. Es folgt eine kurze Nadelbaumpassage, dann bringt uns eine einfache Holzbrücke in eine weitläufige Wiese, die wir mit Blick auf das Viadukt auf einem von zahlreichen Wanderern vorgegebenen Weg durchqueren. Nach der Linkskurve entdecken aufmerksame Wanderer linker Hand in einem Baum eine Gedenkstätte. Es folgt ein Drehkreuz, kurz darauf eine Viehsperre. Das Grenzroute-2-Schild leitet uns unter dem imposanten Moresneter Viadukt hindurch.

Wir gehen auf die Kirche von Alt-Moresnet zu. Ein Drehkreuz und eine schmale Gasse bringen uns bis auf den Vorplatz der Kirche. Wir überqueren die Hauptverkehrsstraße in Alt-Moresnet und folgen ihr nach links an der Auberge de Moresnet vorbei. Unmittelbar nach der Brasserie Rétro biegen wir rechts ab und wandern die Marveldstraße aufwärts. Nach wenigen Metern können wir rechter Hand einen kurzen Blick auf das mit Zinnen bewehrte Schloss Bemp werfen.

„Gelbes Kreuz“

Bei der Josefskapelle weiter oben biegen wie rechts ab und folgen der Rue de la Clinique, die uns bis an ein Altenheim bringt. Der Bau erinnert an ein Krankenhaus und als solches diente er auch lange Zeit. Weiter geradeaus wandernd erreichen wir die Wallfahrtskirche in Moresnet-Chapelle. Wir wandern links an der Kirche vorbei.

Die Straße geht in einen Fußweg über und führt uns zwischen Mauern am Kalvarienberg vorbei. Er wurde 1903 von Franziskanern fertig gestellt und gilt als einer der schönsten Europas. Wir erreichen eine Kreuzung mit dem Café „Au Calvaire“ und folgen der breiten Straße Rue d’Aix aufwärts. Wir wandern unter der Eisenbahnbrücke hindurch und biegen dahinter bei dem Wanderzeichen „gelbes Kreuz“ rechts ab. An der Gabelung in Richtung eines Parkplatzes, wenige Meter weiter, halten wir uns ebenfalls rechts und folgen damit dem für Autos verbotenen Weg. Das Wanderzeichen „gelbes Kreuz“ dient auf den nächsten Kilometern als Orientierung.

An der Abzweigung, an der auch eine Holzbank steht, geht es mit dem Wanderzeichen nach links weiter. Beachten Sie das kleine Kreuz links von dem eisernen Gitter!

Dem schmalen Waldweg folgen wir bis an eine Fünfer-Gabelung mit Gedenkstätte. Hier gehen wir geradeaus durch die hölzernen Pfosten einer ehemaligen Absperrung hindurch. Das Wanderzeichen „gelbes Kreuz“ sagt uns, dass wir richtig sind. Bei einer grünen Bank folgen wir der Rechtskurve.

Über die nächste Kreuzung laufen wir hinweg und folgen damit der Linkskurve durch einen jungen Laubwald. Wir erreichen eine große Kreuzung mit einer Holzhütte und mehreren Pausenbänken. Hier geht´s nach rechts in Richtung Bildchen. Rechter Hand liegt ein Parkplatz. Kurz nach diesem Parkplatz folgen wir einem Waldweg der nach links aufwärts führt. Achtung: Nicht weiter Richtung Wohnhäuser gehen!

Am Querweg wandern wir rechts. Wenige Meter weiter, an der Y-Gabelung, halten wir uns rechts und gleich wieder rechts. Wir passieren einen Campingplatz. Am Querweg wandern wir rechts abwärts. Nach etwa 300 Metern folgen wir der Straße nach rechts (Käskorb). Gegenüber dem Haus Nr. 52 geht es nach rechts über eine rostige Schranke hinweg. Unmittelbar nach der Schranke folgen wir einem unauffälligen Trampelpfad nach links. Er verläuft nach 25 Metern erneut nach links.

An der Y-Gabelung, fünf Meter weiter, wenden wir uns erneut nach links. Geraume Zeit folgen wir dem weichen, von Kiefernnadeln bedeckten Waldweg, der uns schließlich einen steilen Hang hinauf bringt. Oben wird der Weg bedeutend schmaler. Er endet an einem Querweg neben einer Bank. Wir wenden uns nach links.

Heiliger Vitus

Ein mit Klinkern belegter Weg führt uns schließlich an einem Zaun entlang abwärts. Kurz bevor wir eine Straße erreichen, sehen wir rechter Hand die Gedenkstätte des Heiligen Vitus. Am Verkehrsweg bei dieser Gedenkstätte gehen wir nach links und folgen wenige Meter weiter, an der Gabelung mit Bank, dem Kahnweg nach rechts. Über die Kreuzung Heygraben hinweg folgen wir weiter dem Kahnweg.

Eine kleine Straße nach links wird nicht beachtet, eine größere nach rechts aufwärts ebenfalls nicht. Erst an der darauffolgenden Kreuzung folgen wir dem Schild „Restaurant Park Hotel“ nach links. Wir wandern nun auf das Einkaufscenter „Market” zu. Über den Parkplatz des Einkaufszentrums kommen wir bis an den Eingang der Himmelfahrtskirche. Mit Blick auf den Vordereingang der Kirche wenden wir uns nach links.

Am Verkehrsweg (Kirchstraße) wandern wir rechts hoch und damit am Gemeindehaus vorbei. Bei der Kreuzung mit der Apotheke geht es nach links. Weiter vorne halten wir uns erneut links. Rechts liegt das Park Hotel, früher ehemaliges Direktionsgebäude der „Vieille Montagne“, eine Erzgrubengesellschaft. Wenige Meter weiter folgen wir der Lindenallee nach rechts. Wir wandern abwärts und erreichen die Lütticherstraße.

Wir überqueren sie und haben nach elf abwechslungsreichen Kilometern unseren Ausgangsort erreicht. Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt kann am 9. oder 10. Dezember ein schöner Ausklang sein.

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