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Bunker und Burgen: Tag des offenen Denkmals diesmal digital

Bunker und Burgen : Tag des offenen Denkmals diesmal digital

Eigentlich wäre an diesem Sonntag wieder Tag des Offenen Denkmals - doch das ist wegen Corona nicht möglich. Allerdings kann man die Denkmäler digital besuchen. Viele präsentieren sich jetzt im Internet sogar deutlich attraktiver.

Der Tag des offenen Denkmals findet an diesem Sonntag (13. September) erstmals nur digital statt. Der Aktionstag am zweiten Sonntag im September verzeichnete zuletzt mehr als drei Millionen Besucher. Doch wegen der Coronavirus-Pandemie lassen sich die Denkmäler dieses Jahr nur virtuell erkunden.

Dies bietet immerhin den Vorteil, dass man sich nicht auf die eigene Region festlegen muss, sondern sich in allen Ecken Deutschlands umschauen kann. Viele Denkmäler haben ihren Internetauftritt mit Blick auf den Tag zudem stark verbessert.

Für NRW empfiehlt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unter anderem den Online-Auftritt des Kölner Denkmalprojekts „Mit Abstand zum Krieg“. Hier versucht das Institut für Festungsarchitektur, CRIFA, alle in Köln noch verbliebenen Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg zu dokumentieren und für den Tag des offenen Denkmals filmisch in Szene zu setzen. In Köln sind 23 Bunker aus der Zeit des Nationalsozialismus erhalten geblieben.

Das Dortmunder U präsentiert einen Film, der auf die Geschichte des heutigen Zentrums für Kunst und Kreativität zurückblickt.
Schloss Burg im Bergischen Land lädt ein zu einem virtuellen Rundgang durch die Säle der mittelalterlichen Festung, in der einmal sogar der Erzbischof von Köln gefangen gehalten wurde. Der Besucher bewegt sich virtuell per Maus-Klick oder Touchscreen und kann auf viele Details wie die Wandbilder zoomen. Auf der Website der Burg Zelem gibt es wiederum eine 3-D-Rekonstruktion der Anlage im Mittelalter zu entdecken.

(dpa)