1. Freizeit

Rundtour Auentraum: Mit dem Fahrrad durch Düren

Rundtour Auentraum : Mit dem Rad zum Schloss und Fluss

Einfach einmal zwei Stunden die Seele baumeln lassen: Diese 27,5 Kilometer machen es möglich. Die Radtour Auentraum bietet neben jeder Menge Natur auch das Schloss Burgau in Düren als Zwischenstopp.

Neben dem Dürener ZOB (Zentraler Omnibus Bahnhof) an der Nordseite des Bahnhofs überqueren wir die Eisenbahnstraße, halten uns auf dem Radweg links und an der nächsten Ecke rechts auf die Josef-Schregel-Straße.

Nach 700 Metern können wir uns hinter dem Nordpark eiskalt auf die Tour einstimmen, denn an der Eisdiele Frozen Waffle gibt es Waffeln in Herzform mit Früchten, Saucen und Eis nach Wahl. An der nächsten Einmündung bleiben wir halb rechts auf dem Radweg, biegen gegenüber dem Skatepark mit der bunt bemalten alten Dampflok links ab. Auf der Holzbrücke fahren wir über einen Seitenarm des Mühlenteichs, an einem Teppichwerk entlang und gelangen nach 800 Metern an die Rur, die nicht nur hier gerne von Anglern befischt wird. Neben den rostroten Stahlfragmenten der alten Brücke fahren wir zwischen dem ebenfalls rostigen Geländer der engen Radbrücke sicher über den Fluss und herab auf einen schmalen Asphaltweg. Links von uns grasen Rinder zwischen den jungen Bäumen einer entstehenden Streuobstwiese.

An der Landstraße L 13 fahren wir links und nach 350 Metern rechts über die Mittelinsel Richtung Badesee und queren auch den Lendersdorfer Mühlenteich. Am Rand des Gewerbegebiets fahren wir auf dem Radstreifen einen Kilometer bis zum Dürener Badesee , der aus einem Restloch des ehemaligen Braunkohletagebaus entstanden ist. Im beliebten Freibad, auch Dürener Adria genannt, erwarten uns eine moderne Wasserskianlage und das Strandwerk, mit Café, Restaurant und Bar. Der Westteil des Sees ist naturbelassen und steht Tauchern und Anglern zur Verfügung, die hier auf Aale, Barsche oder Zander fischen.

 Im „Café an St. Anna“ gibt es alte Kaffeekannen zu bestaunen.
Im „Café an St. Anna“ gibt es alte Kaffeekannen zu bestaunen. Foto: Radeln für die Seele Tour 9 Café-an-St-Anna

Wir halten uns vor dem Eingang des Freibads links, fahren wenig später vor der Bahnstrecke rechts und rollen einen Kilometer auf festem Kiesboden am See entlang. Links von uns verläuft die Hochtrasse der B 264. Wir fahren auf einem schmalen Pfad nach oben an die Kreuzung und queren die Bundesstraße an der Ampel. Auf der anderen Seite unterfahren wir die Bahnstrecke und folgen dem Straßenverlauf durch den Dürener Stadtteil Derichsweiler. Neben der Grundschule entdecken wir die Alte Kirche St. Martin, eines der ältesten Gebäude der Region. Hier wurden Teile einer römischen Wasserleitung gefunden und Gräber aus dem dritten Jahrhundert.

Bald macht die Straße einen Linksknick, da fahren wir auf dem Radweg weiter geradeaus und erreichen unter der Hochspannungsleitung Gürzenich. Vor der Kirche halten wir uns links und radeln neben dem Gürzenicher Graben parallel zur Landstraße L 25.

Im Laden des Spargel-Hofs Lövenich können wir uns mit frischem Obst und demnächst, wenn die Saison wieder startet, mit weißem oder grünem Spargel eindecken. Normalerweise findet im Mai ein großes Spargelfest statt, wie das in diesem Jahr aussehen wird, ist noch nicht klar.

Hinter dem Hof biegen wir rechts über den Graben und die L 25 in die Ratsstraße, fahren vor der Grundschule halb rechts und an der nächsten Kreuzung links ab. Nach 600 Metern vor dem hellgelben Gebäude der Seniorenwohnanlage zweigen wir nach rechts zwischen Sperrgittern auf den asphaltierten Weg. Die Straße führt uns 1,3 Kilometer geradeaus, bis wir an der Querstraße vor dem Birgeler Bach nach links abbiegen.

Rundtour Auentraum: Mit dem Fahrrad durch Düren

100 Meter weiter fahren wir zwischen Pollern in den Rad- und Fußweg und folgen ihm über die Ampel links-rechts.

Am Grünzug entlang überqueren wir wieder den Lendersdorfer Mühlenteich und vorsichtig die Bundesstraße B 399 auf den Radweg. Nach 500 Metern biegen wir vor der Grundschule rechts ab ins Grüne, folgen dem Kiesweg zwischen Wiese und Gebüsch im Linksbogen und queren die Straße rechts-links an die Rur.

Dem festen Sandweg folgen wir zwischen Bäumen und Büschen 1,1 Kilometer neben dem Fluss. An der Bank auf der kleinen Wiese könnten wir uns einmal setzen und dem treibenden Wasser an der Rurschnelle zusehen. Vielleicht streiten sich gerade zwei Erpel um eine flotte Entendame. Ein paar Radumdrehungen weiter wechseln wir auf der Krügerbrücke ans Ufer gegenüber und fahren nun auf dem offiziellen RurUfer-Radweg.

Der Fluss blitzt nur noch gelegentlich durch die Bäume. Nach 1,4 Kilometern fahren wir halb rechts unter der Straßenbrücke hindurch und rollen gemütlich durch diesen Teil des Naturschutzgebiets Ruraue, wieder nah am Wasser. Über eine Holzbrücke und am Geländer entlang, dann über eine kleine metallverstärkte Brücke queren wir zwei Wassergräben und erreichen ein flaches Stauwerk. Die Rur plustert sich hier mächtig zu einer Breite von fast 80 Metern auf. Bei Windstille ist die große Wasserfläche spiegelglatt. Hinter dem Stau teilt sich der Fluss und bildet ein 400 Meter langes Inselparadies.

Vor der bogenförmigen Schwanenbrücke biegen wir links ab, fahren aus dem Wald heraus und am Bahnübergang über die Schienen der Rurtalbahn, die von Düren nach Heimbach in die Eifel führen. Ab dem Wendehammer fahren wir wieder auf Asphalt. Wir biegen an der Querung links in die für uns Radfahrer freigegebene Einbahnstraße und bei nächster Gelegenheit rechts ab. Neben der Kirche folgen wir dem Wegweiser zum Schloss und erreichen auf einer Allee nach 300 Metern Schloss Burgau mit seinem Café am Schloss.

Wir umfahren das Schloss neben dem Wassergraben, halten uns am Abzweig links, dann rechts und rollen zwischen Wald und Feld am Tierheim vorbei. Hinter dem Wanderparkplatz queren wir umsichtig die Landstraße L 327 und folgen dem Weg gegenüber zuerst am Waldrand entlang, dann zwischen Äckern und Wiesen auf 1,5 Kilometern. Am Kapellchen unter Tannen biegen wir scharf links ab und fahren aufwärts an der Schranke vorbei in den dichten und doch sonnendurchfluteten Mischwald. Nach 450 Metern biegen wir im rechten Winkel links ab und rollen auf ebener Bahn weiter durch den Wald. Wir tangieren ein Wohngebiet, passieren wieder eine Schranke und queren erneut die L 327.

Nach einem Kilometer stoßen wir am Waldrand auf die nächste Schranke und fahren halb links auf der alten Panzerstraße durch ein verlassenes Militärgelände. Wiederum genau nach einem Kilometer sehen wir links das bekannte grün-weiße Dreiecksschild und biegen daneben ab in das Naturschutzgebiet Burgauer Wald. Der Weg gabelt sich bald und wir halten uns rechts, rollen gemütlich abwärts und bleiben am darauffolgenden Abzweig links. Die nächsten 200 Meter sind etwas holprig und wir fahren in moderatem Tempo bis zur Querung und dort rechts. Der breite Hauptweg führt uns geradewegs durch den Wald, flache Holzgeländer begleiten uns beidseitig, immer mal unterbrochen von Bänken, die wir vor dem Endspurt zu einer Pause nutzen können.

Der Wald wird offener, wir durchfahren eine Wiese und sehen hohe tote Bäume mit nackten, spirrigen Ästen. Vielleicht späht von da oben gerade ein Raubvogel herab oder kreist über unseren Köpfen auf der Suche nach lohnender Beute.

 Der Spargel-Hof Lövenich ist Anlaufpunkt für Fans des Gemüses.
Der Spargel-Hof Lövenich ist Anlaufpunkt für Fans des Gemüses. Foto: Radeln für die Seele Tour 9 Spargelhof

Am Forsthaus vorbei verlassen wir den Wald geradeaus in die Burgauer Allee neben einem Wohngebiet, unterfahren eine Querstraße, passieren Schulen und Sportplatz. An der Kreuzung folgen wir nach links dem roten Fahrrad-Pfeil, fahren nach 200 Metern rechts auf die L 249, dann im Kreisverkehr nach links und hinter dem weißen Gebäude der Arena Düren vor der Brücke rechts. Nach links queren wir den Mühlenteich und durchfahren neben dem Bach den Holzbendenpark mit dem schönen Spielplatz aus Naturholzgerüsten und Edelstahlrutschen. Es geht an einem kleinen Teich vorbei, auf der Brücke wieder über den Bach und nach 150 Metern rechts auf den Schutzstreifen der B 264. An der Ampel biegen wir links ab und entdecken auf der rechten Seite das Café an St. Anna. Die Kaffeekannensammlung ist eine echte Attraktion, und wenn die Cafés wieder offen sind, gibt eine reiche Auswahl leckerer Torten und Kuchen.

Neben der kolossalen Ostwand der St.-Anna-Kirche fahren wir in die großzügige Dürener Fußgängerzone mit Geschäften, Eiscafés und anderen Einkehrmöglichkeiten.

400 Meter im Westen unserer Route könnten wir dem Papiermuseum einen Besuch abstatten. Gezeigt wird eine große Sammlung an Wasserzeichenpapieren, dazu historische wie neuzeitliche Schöpfrahmen, auch alte Guckkastenbilder, die schon im 19. Jahrhundert erste 3D-Impressionen boten. In der Werkstatt können immer an Sonntagnachmittagen auch Einzelbesucher kreativ werden und in die Welt des Papierschöpfens eintauchen.

Am braunen Turmbau der Stadtverwaltung vorbei könnten wir 30 Meter rechts der Strecke im Brauhaus Alt Düren einkehren. Hier gibt es deftige Kost zu moderaten Preisen. Dazu passt bestimmt ein Kölsch.

Wir fahren geradewegs auf die für Busse, Taxen und uns Radfahrer reservierte Gutenbergstraße. Nach 300 Metern rollen wir geradeaus in den Tunnel unter der Bahn und dann im Rechtsbogen über die Ampelquerung und den ZOB zum Parkplatz und dem Bahnhof.