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Neu im Stream: Zum Genießen, Nachdenken und Gruseln

Neu im Stream : Zum Genießen, Nachdenken und Gruseln

Von einer Geschichte zwischen Romantik und Melancholie bis zu Daniel Craigs letztem Bond-Film: Was sich jetzt zu streamen lohnt.

Und auch diese Woche haben wir ein paar Streaming-Tipps für Sie für die nächste Zeit – darunter der oscarnominierte, animierte Dokumentarfilm „Flee“ bei Arte und einen gerade beliebten dänischen Film. 

Urlaubsgefühle: Die Geschichte ist nicht besonders innovativ: Ein dänischer Starkoch erbt von seinem Vater ein Gut in der Toskana. Weil er Geld braucht und einen tiefen Groll gegen den Verstorbenen hegt, will er das Anwesen so schnell wie möglich verkaufen. Doch dann fährt er hin und kann sich dem Charme des Gutes und der ganzen Gegend nur schwer entziehen. „Toskana“ nennt sich der dänische Film, der sich bei Netflix gerade großer Beliebtheit erfreut. Das Drehbuch mag wenig überraschend sein. Doch der Film punktet mit wunderschönen Bildern und einer einfühlsam erzählten Geschichte zwischen Romantik und Melancholie. In den Hauptrollen spielen der dänische Komiker Anders Matthesen, Christiana Dell‘Anna („Gomorrha“) und Andrea Bosca („3 Caminos“).

Berührend: Amin ist 16, als er sich auf einen langen und gefährlichen Weg von Afghanistan via Moskau nach Dänemark macht. Was er auf seiner Flucht vor Krieg und Gewalt erlebt, ist so schmerzhaft, dass er nicht darüber reden möchte. Erst Jahrzehnte später erzählt der erfolgreiche Wissenschaftler und inzwischen auch offen schwul lebende Mann seinem Schulfreund Jonas Poher Rasmussen davon. Dieser verwandelt die Erinnerungen an Familie, Flucht und Coming-out in den packenden Dokumentarfilm „Flee“, der animierte und dokumentarische Szenen verbindet. Das Werk war dieses Jahr für den Oscar gleich in drei Kategorien nominiert (Bester fremdsprachiger Film, Bester animierter Spielfilm, Bester Dokumentarfilm). Arte zeigt seine dänisch-französisch-norwegisch-schwedische Koproduktion derzeit in der Mediathek (bis Ende Juli).

Unheimlich: Verlassene Hotels – in Filmen oft Orte des Schreckens. So auch in der skandinavischen Thrillerserie „Black Lake“. Johan will das heruntergekommene Ski-Resort kaufen und sanieren. Mit Freunden will er das Anwesen besichtigen, doch die Fahrt gerät zum Horrortrip. Merkwürdige Dinge Geschehen und bald kommt der Verdacht auf, das Hotel könnte verflucht sein. Mit dabei sind Filip Berg („Ein Mann namens Ove“), Sarah-Sofie Boussnina („Tides“) und Valter Skarsgard („Funhouse“), Sohn des Schauspielers Stellan Skarsgard („Dune“). Die ersten acht Folgen gibt es derzeit bei Sky. Die zweite Staffel startet am 29. Juni.

Inneres Leuchten: Wie sehr es ein zweischneidiges Schwert ist, mit außergewöhnlichen Kräften gesegnet zu sein, erlebt die Hauptfigur in der neuen Netflix-Comedyserie „God“s Favorite Idiot„ (ab 15. Juni), hinter der das Kreativduo MelissaMcCarthy/Ben Falcone („Thunder Force“) steckt. Darin fängt ein stinknormaler, sanftmütiger Büroangestellter aus dubiosen Gründen an, sozusagen von innen heraus zu leuchten, und während er und seine Kollegen noch darüber rätseln, was es damit auf sich haben könnte, taucht ein geflügelter Gottesbote auf und tut ihm kund, dass er auserwählt sei – was sich spätestens dann als ziemliche Zumutung entpuppt, als Satan und die vier apokalyptischen Reiter auftauchen und in die Schranken gewiesen werden müssen.

Lizenz zum Streamen: Lange Jahre mussten Daniel-Craig-Fans auf den Kinohit „James Bond 007: Keine Zeit zu sterben“ warten. Umso schneller landet der Actionstreifen nun im Streamingkosmos. Gerade ist er bei Sky und Sky Ticket zu sehen. Craigs letzter Auftritt als 007 war im vergangenen Jahr der erfolgreichste Film in den deutschen Kinos. Sky hat für die Zeit bis 29. Juli einen eigenen Kanal aufgemacht: Sky Cinema 007 zeigt die 25 offiziellen James-Bond-Filme rund um die Uhr, wahlweise in der Originalversion. (dpa/kna)