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„Polaroid“: „Unterbelichteter“ Horror-Film

„Polaroid“ : „Unterbelichteter“ Horror-Film

Wieso gab es eigentlich eine Weile keine Polaroid-Kameras mehr? Weil das Wedeln mit den frischen Fotos Handgelenks-Entzündungen verursachte? Oder weil ein Monster alle Fotografierten umbrachte? Beides ist Blödsinn und der Horrorfilm mit der Kamera-Marke im Titel ganz großer.

Die Schülerin Bird Fitcher (Kathryn Prescott) ist begeisterte Fotografin und freut sich sehr über das Geschenk einer alten, seltenen Sofortbildkamera. Leider ist nicht nur das Fotomaterial für die Polaroid horrend teuer, nachher sterben auch alle Abgelichteten.

So weit die simple Handlung des nicht nur aus Spannungsgründen unterbelichteten Horror-Films. „Polaroid“ ist nur eine weitere Variante von „Ring“ und all dem anderen Horror, bei dem das Unheimliche aus technischem Gerät kommt. In der Logik von „Final Destination“ soll man zuschauen, wie junge Leute möglichst grausam umgebraucht werden.

Der Norweger Lars Klevberg hat seinen eigenen Kurzfilm nicht besonders raffiniert auf Länge gebracht. Es gibt die üblichen falschen Schreck-Momente, bevor die üblichen Dezimierungen stattfinden. Naheliegende Gedanken über das Wesen der Fotografie, die manche Menschen als Raub der Seele betrachten, gibt es nicht.

USA, Norwegen, Kanada 2017 Regie: Lars Klevberg, mit Kathryn Prescott, Tyler Young, Samantha Logan 88 Min.

(Aachen: Cineplex; Alsdorf: Kinopark; Düren: Lumen)