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Rezension zum Film „Mina und die Traumzauberer“

Film „Mina und die Traumzauberer“ : Kleines Mädchen entdeckt eine Traumfabrik

Die Angst der Großen (Verleiher) vor dem Virus nutzt der großartige Kinderfilm „Mina und die Traumzauberer“, um nach der Wiedereröffnung der erste echte Grund zu sein, wieder ins Kino zu gehen: Ab dem 4. Juni 2020 soll er in NRW, Hessen, Schleswig-Holstein und Sachsen zu sehen sein.

Mina lebt glücklich mit Vater und ihrem Hamster Viggo Mortensen in einem traumhaften Landhaus. Nur die Mutter, die sich für eine Karriere als Sängerin entschied, wird vermisst. Doch dann zieht Helena, die neue Verlobte des Vaters, mit ihrer Tochter Jenny, einer dummen Instagram-Göre, ein.

Die macht einen Aufstand wegen des niedlichen Hamsters schnappt sich Mina Bett und ekelt auch sonst nur rum. Als aber Mina eines Nachts die Kulissen hinter ihren Träumen durchbricht (siehe „Truman Show“) und entdeckt, dass sie die Träume der anderen beeinflussen kann, nimmt sie das Duell auf dieser Ebene auf. Was aber gefährlich wird. Nicht nur für Minas persönlichen Traumzauberer, der zu sehr von ihr begeistert ist...

Die dänische Animation „Mina und die Traumzauberer“ trumpft mit der genialen Idee auf, die wahre Traumfabrik für unseren Schlaf zu zeigen. Hinter den Kulissen werkeln kleine blaue Männlein mit Robototronic und Mini-Helferlein an der Umsetzung festgelegter Traum-Szenarien.

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Selbstverständlich führt es zu einem wilden Chaos, als Mina diese Drehbücher umschreibt. Aber Traum-Regisseur hat sie besonders liebgewonnen und hilft ihr, die Träume der anderen zu beeinflussen. So mag der Vater plötzlich auch im wachen Zustand Sardellen, die er in einem Traum aus Versehen statt der Geburtstagstorte erhalten hatte.

„Mina“ begeistert auf den ersten Blick mit sehr lebendigen Figuren in frischer Animation. Da gibt es fantastische Träume auf einem fliegenden Schachbrett, idyllische, aber auch erschreckende Welten. Doch auch die psychologische Figurenzeichnung rund um die Probleme einer Patchwork-Familie ist sehr gelungen: Die gutherzige, fröhliche Mina ist nicht nur mit einer schwierigen Stiefschwester, sondern auch noch mit Social Media konfrontiert. Das ist im Ansatz so toll und wichtig wie Pixars „Alles steht Kopf“ (Inside out). Und die Animation kann sich auch sehen lassen.

Dänemark (Drømmebyggerne) 2020 Regie: Kim Hagen Jensen 80 Minuten.