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Rezension zum Film "La Palma"

Film „La Palma“ : Pärchen in Beziehungskrise landet auf falscher Insel

Deutsche Pärchen-Befindlichkeiten breiten sich im aktuell jungen deutschen Film gerne im Süden aus. Siehe Maren Ades „Alle anderen“ (2009) viele Filme mehr am Meer. Dort landen auch die dänische Workaholic-Zicker Sanne (Marleen Lohse) und ihr unreif verspielter Freund Markus (Daniel Sträßer).

Allerdings auf der falschen Insel: La Palma statt Las Palmas auf Gran Canaria. Markus versucht, aus seiner falschen Flugbuchung das Beste zu machen. Er bricht in ein leerstehendes Ferienhaus ein und beginnt ein Rollenspiel, in dem er der spanische Plantagen-Besitzer Pablo und sie die Zufallsbekanntschaft Alba ist.

Doch, wie die erste Szene mit klasse Schauspiel zeigt, brechen die Spannung zwischen der Rationellen und dem Witzbold immer wieder auf. Er hat angeblich „keine Eier“ und sie kein Herz. Das Spiel gerät unter dem Druck eines Beziehungsweise-Scheiterns verzweifelt.

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Mit einer verrückten Idee, die an „Toni Erdmann“ (2016, wieder Maren Ade) erinnert, ziemlich übliche Beziehungsprobleme angehen. Das ist in „La Palma“ manchmal originell, aber auch oft so quälend wie eine scheiternde Liebe.

Sanne und Markus können beide Spaß machen und einem auf die Nerven gehen, wenn sie mit passend kläglichen Nachmach-Dialekten immer wieder aus ihren und in ihre Rollen als vermeintliche Spanier Alba und Pablo fallen. Mit dem kleinen Film ergeht es einem ähnlich.

BRD 2019 Regie: Erec Brehmer mit Marleen Lohse, Daniel Sträßer 88 Min. FSK ab 0