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Kömodie mit Heiner Lauterbach "Kalte Füße" neu in den Kinos in Aachen

„Kalte Füße“ : Flache Kömodie mit Heiner Lauterbach

Eine mittelprächtige deutsche Gauner- und Liebeskomödie in einer eingeschneiten Berghütte. Angeblich soll es bei den Dreharbeiten zu wenig Schnee gegeben haben. Doch die wahren Probleme dieses mittelprächtigen Filmchens liegen ganz woanders.

Es dauert eine Weile und es bedarf einiger dramaturgischer Klimmzüge, bis die Ausgangssituation bei dem Zuschauer angekommen ist: Der junge, kleine Gauner Denis (Emilio Sakraya) trifft beim Einbruch in das verlassene Haus auf den Schlaganfallpatienten Raimund (Heiner Lauterbauch), den die Pflege einen Tag zu früh wieder dort „abgestellt“ hat.

Als auch noch im Holterdipolter des Drehbuchs Raimunds Enkelin Charlotte (Sonja Gerhardt) mit einem Polizisten vorbeischneit, gibt sich Denis als Pfleger aus. Raimund weiß zwar über den Gauner Bescheid, kann sich aber nur recht bescheiden äußern. Dann werden alle eingeschneit und das Unglück dieser Inszenierung geht zwangsläufig seinen Gang.

Vor zehn Jahren, beim Basketball-Film „Hangtime“, dachte man noch, dass Wolfgang Groos später mal Großes machen würde. Mit Filmen wie „Hexe Lilli rettet Weihnachten“ oder „Die Vampirschwestern“ machte er meist was Anständiges für die Kleinen. Diesen Versuch eines Genrefilms kehrt man besser mit dem Alt-Schnee zur Seite.

Kalte Füße (2018) BRD 2018 Regie: Wolfgang Groos, mit Emilio Sakraya, Heiner Lauterbach, Sonja Gerhardt 93 Min. FSK ab 12

(Aachen: Cineplex; Düren: Lumen; Erkelenz: Gloria; Heinsberg: Roxy)