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Komödie „Chaos auf der Feuerwache“: Klamauk in Rot

Komödie „Chaos auf der Feuerwache“ : Klamauk in Rot

Es brennt nicht gerade lichterloh in der Ideenkiste Hollywoods. Auch die lauwarme Komödie „Chaos auf der Feuerwache“ ist so wenig originell, dass man sich immer überlegt, wann man diesen Film schon einmal gesehen hat.

Es fängt noch ganz witzig an, wenn der Super-Feuerwehrmann Jake Carson (John Cena) wie eine Action-Puppe in Kinderhänden von den Autoren und vom Film durch die Mangel genommen wird. Ja, die US-Feuerwehrleute sind schon so oft und so pathetisch als Helden gefeiert worden, dass eine wohltuende Veralberung dringend nötig ist.

Auch sein Team besteht aus herrlich clownnesken Nebenfiguren (Keegan-Michael Key, John Leguizamo). Die pedantische Helden-Heimeligkeit gerät durcheinander, als die freche Teenagerin Brynn (Brianna Hildebrand) mit zwei kleinen Geschwistern aus einem brennenden Haus gerettet und wegen Umständen auf der abgelegenen Feuerwache bleiben muss.

Klar wird da mit Feuerlöschern gespielt, das wunderschön rote Feuerwehr-Auto zerkratzt und die Übungskiste entflammt. Aber vor allem das schreiende Kleinkind überfordert die Babysitter-Qualitäten der hartgesottenen Firefighter.

Der Film schlägt sich mit zunehmendem Klamauk immer mehr auf die Kinderseite: Erwachsene Männer kämpfen mäßig witzig mit Übelkeit beim Windelwechsel und mit einer unfreiwilligen Schaumparty. Nur die Rührseligkeit bremst den Humor aus, den man in diesem Filmchen bislang als Einziges ernst nehmen konnte.

Ohne Unterfütterung mit halbwegs vernünftiger Handlung bleiben leider nur Witzfiguren übrig. Dazu noch ein hochintelligentes, sehr emanzipiertes und einsames Weibchen, das angesichts von Muskeln immer ganz albern schwach wird. Spätestens jetzt sind die kleinen Kinogänger genauso gelangweilt wie die großen vorher

Chaos auf der Feuerwache, USA 2019 (Playing with Fire). Regie: Andy Fickman, mit John Cena, Keegan-Michael Key, John Leguizamo, Brianna Hildebrand, Judy Greer, 96 Min., FSK ab 0

Aachen: Cinekarree

Alsdorf: Kinopark

Düren: Lumen