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Beziehungsportrait „Der Geburtstag”: Geschichte über Trennungskind neu in Szene gesetzt

Beziehungsportrait „Der Geburtstag” : Geschichte über Trennungskind neu in Szene gesetzt

Eine grandiose Geburtstagsparty für alle Cineasten ist diese tolle deutsche Film-Überraschung: Mark Waschke spielt den gestressten Teilzeit-Vater Matthias, der seinen Sohn Julius (Finnlay Jan Berger) auch am Tag von dessen Geburtstagsfeier wieder zu spät abholt.

Zudem fällt auch das vereinbarte nächste Wochenende ins Wasser. Ein Projekt ist dem getrennt lebenden Mann wichtiger. Die Stimmung des Ex-Paares ist mies, dazu sabotiert ein Gewitter die Gartenparty. Dabei fällt nicht so richtig auf, dass eine Mutter unangekündigt einen elften Gast zur Kinderparty bringt. Lukas (Kasimir Brause) muss auch noch wegen Laktose-Intoleranz besonders behandelt werden. Als ausgerechnet Lukas nicht abgeholt wird, will ihn Matthias nach Hause bringen und die beiden geraten auf eine Odyssee.

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Die Handlung um ein Trennungskind klingt bekannt, aber was Regisseur und Autor Carlos A. Morelli in „Der Geburtstag“ hinlegt ist - bis aufs letzte Kapitel - nicht das übliche, dialogschwere Beziehungsgewürge. Es ist große Filmkunst in Schwarz-Weiß mit exzellenten Bildern von Kameramann Friede Clausz („24 Wochen“) und einer ganz klasse interpretierten Hauptrolle von Mark Waschke („8 Tage“, Tatort). Die unerwartete Entwicklung mit viel Dynamik unterhält lange, ohne ausgetretene Pfade zu benutzen. Eine tolle Überraschung und ein erster Höhepunkt im langsam wieder anlaufenden Filmprogramm.

BRD 2019 Regie: Carlos A. Morelli mit Mark Waschke, Anne Ratte-Polle, Finnlay Jan Berger, Kasimir Brause, Anna Brüggemann 79 Min. FSK ab 6