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„Trouble“: Ein peinliches Familiendrama

„Trouble“ : Ein peinliches Familiendrama

Huston, wir haben ein Problem! Ein ganz großes! Eigentlich tolle Schauspieler aus ehrenwerten Familien blamieren sich in einer grausamen Komödie, die alle Chancen auf viele Negativ-Preise hat.

Mit Pyjama und Cowboyhut stürmt Anjelica Huston („Addams Family“, „Die Ehre der Prizzis“, „Hexen, Hexen“) in die Szene. Sie spielt Maggie Kramer, die alleine auf ihrer großen Farm mitten in den Bergen von Vermont lebt. Doch ihr Bruder Ben (Bill Pullman), der einst sein Erbe ausgezahlt bekam, meint mit der Sturheit eines Vollidioten, er hätte noch Anrecht auf das wertvolle Land. Schüsse fallen und treffen ebenso daneben wie die kläglichen Scherze oder das unendlich elende Drama.

Maggie und Ben streiten wie kleine Kinder und gehen dem Publikum dementsprechend auf die Nerven. Die Handlung ist ein konfuses Hin und Her, ohne dass man die Figuren überhaupt kennenlernt. Bill Pullman kann gut wahnsinnig in die Gegend blicken, das weiß man seit besseren Tagen in Lynchs „Lost Highway“. Julia Stiles („Die Bourne Identität“, „O“) gibt dem Dummchen vom Amt kein Format . Das Schlimmste aber bleibt Anjelica Houston in peinlicher Rolle.

Trouble, USA 2017 Regie: Theresa Rebeck, mit Anjelica Huston, Bill Pullman, David Morse, 100 Min.