„Easy Love“: Ein „inszenierter Dokumentarfilm“ in dem sich alles um Sex dreht

„Easy Love“ : Ein „inszenierter Dokumentarfilm“ in dem sich alles um Sex dreht

Jung und auch system-sprengend gehört „Easy Love" zu den interessanteren, weil ungewöhnlicheren deutschen Filmen des Jahres.

Der Eröffnungsfilm der jungen Berlinale-Sektion „Perspektiven" zeigte das Debüt von Regisseur Tamer Jandali: Er begleitet in seinem „inszenierten Dokumentarfilm" sieben junge Männer und Frauen zwischen 25 und 45 vier Monate lang mit der Kamera filmstiftungsgefördert durch Köln. Dabei dreht sich alles um Sex, Beziehungen und eventuell auch Liebe. Da ist der super unverbindliche Schönling, der plötzlich Verlassensängste zeigt, weil die aktuelle Freundin doch nicht die nächsten Schritte machen will. Die Spannung eines über Internet vermittelten Dates. Die Freiheit von Freizeit-Prostitution.

Die Gespräche finden beim Intim-Rasieren einer Landebahn statt, es gibt auf jeden Fall viel Sex und noch mehr Gerede. Der Witz bei dieser Bestandsaufnahme einer hedonistischen, egoistischen „Generation Y" ist ein Vexierspiel von Schauspielern, die teilweise ihre eigenen Geschichten verkörpern. Das ist alles fast zum Amüsieren banal, aber auch wunderschön echt.

BRD 2019 Regie: Tamer Jandali, mit Sophia Seidenfaden, Lenika Lukas, Pina Felizitas, Sönke Andersen, Stella Vivien Dhingra, Niclas Jüngermann, Amelie Liebst 88 Min.

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