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Nach Charles Dickens: Augsburger Puppenkiste und die „Geister der Weihnacht“

Nach Charles Dickens : Augsburger Puppenkiste und die „Geister der Weihnacht“

Noch einmal die Weihnachtsgeschichte nach Dickens, aber diesmal ganz im Stil der Augsburger Puppenkiste. Nach 70 Jahren dieser traditionsreichen Einrichtung kann man immer noch staunen, wie das gemacht ist: Mit ungelenken Gliederpuppen, die Münder der Holzköpfe bewegen sich nicht.

Hände und Körper hängen an deutlich sichtbaren Fäden. Diese Produktion extra fürs Kino ist dazu wirklich mal kindgerecht kurz, der dicke Dickens-Band wird in einer Stunde erzählt. Keine Effekte, starre Kamera. Ja, tatsächlich: Dies ist eine Produktion von 2018!

Dabei bleibt in der Reduktion der Geist der Geschichte erhalten: Der Griesgram und Geldverleiher Scrooge wirft seine nette Nichte raus und schikaniert mit Geiz den freundlichen Buchhalter. Mit einfachen Ideen tauchen die Geister der Weihnacht auf und am Ende sind alle selig abgefüllt. Unter anderem auch mit einem Lied, das den Kindern das Blut in den Gehörgängen erfrieren lässt.

Das eigentliche Wunder jedoch ist, dass sich auch so, ohne 3D, Computer-Animation oder Millionen-Aufwand, gut erzählen lässt.

Geister der Weihnacht - Augsburger Puppenkiste BRD 2018 Regie: Julian Köberer 64 Min. FSK ab 0.

Aachen: Cinekarree; Düren: Lumen