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Rezension zum Netflix-Film "Betonrausch" über einen Betrüger in Berlin

Netflix-Film „Betonrausch“ : Den Berliner Immobilienmarkt auf den Kopf gestellt

Viktor (David Kross), ein Sunnyboy aus der Provinz, erobert Berlin. Mit Lächeln, Lügen und sehr frechen Betrügereien. Selbst wohnungslos, vermietet er Luxus-Schuppen an bulgarische Schwarzarbeiter vom Bau.

Dann verkauft er mit Kumpel Gerry (Frederick Lau) und Bankerin Nicole (Janina Uhse) Schrottimmobilien, denn mit seinem Aussehen macht Viktor „aus einer 50 Euro-Uhr eine zu 15.000“. Das gefährliche Dreieck will große Saga von Aufstieg und Niedergang wie bei Scorsese sein. Mit junger deutscher Besetzung kommt dies „Kleider machen Leute“ von heute etwas platt daher. Luxus und Exzess mit Koks und Prostituierten gehen nicht wirklich ab.

Viktor ist trotz Trauma von Trennung der Eltern zu glatt und nicht wirklich skrupellos, während Gerry viel mehr Kanten hat. Auch wenn es die smarten Gangster nach Brecht wie wirkliche Verbrecher machen und eine Bank gründen auf Malta gründen, ist „Betonrausch“ gegenüber „Bad Banks“ eine Kindergeschichte. Am Ende geht dann alles viel zu schnell, da wäre Drama für eine Mini Serie drin gewesen.

BRD 2020 Regisseur, Buch: Cüneyt Kaya, mit David Kross, Frederick Lau, Janina Uhse, Sophia Thomalla, Peri Baumeister, Detlev Buck, Samuel Finzi 90 Min.