1. Freizeit
  2. Fernsehen

1ZKDB: Kammerspiele, die man gesehen haben muss

1ZKDB : Kammerspiele, die man gesehen haben muss

Ein beklemmender Raum, ein fahrender Zug oder ein prächtiges Anwesen: Manchmal reicht ein Setting, um Spannung zu erzeugen und den Cast glänzen zu lassen. Wir stellen ein paar der besten Kammerspiele vor.

Es wird eng. Klaustrophobisch geradezu. Der Film lebt eigentlich von großen Bildern und Bewegung, schließlich ist er nichts anderes als sich bewegende Bilder. Wenn der Schauplatz allerdings sehr begrenzt ist – ein Kellerraum, ein Auto oder auch eine Felsspalte –, ist auch nicht viel Bewegung möglich – da müssen die Filmemacher kreativ werden.

Dass aber gerade ein begrenzter Ort zu enormer Spannung und tollen Filmen führen kann, das zeigt unsere Liste.

Saw

Zwei Männer, eine Leiche, ein Badezimmer – mehr brauchte es 2004 nicht, um das Horrorgenre zu revolutionieren und eines der erfolgreichen Franchises der Gruselgeschichte zu starten. Der Film von Regisseur James Wan, der gemeinsam mit Leigh Wannel, der auch eine der Hauptrollen spielt, das Drehbuch schrieb, basiert auf dem gleichnamigen Kurzfilm von Wannel ein Jahr zuvor.

Die grundlegende Story ist schnell zusammengefasst und trotz ihres vermeintlich simplen Aufbaus extrem spannend und komplex: Der Arzt Lawrence Gordon (Cary Elwes) wacht in einem dunklen Raum auf. Er ist angekettet und weiß nicht, wie er dorthin gekommen ist. Mit ihm eingesperrt ist der Fotograf Adam (Wannel), der ebenfalls eine Kette um den Fuß hat. Zu ihrem Entsetzen entdecken sie mitten in dem modrigen, alten und ekligen Badezimmer eine Leiche auf dem Boden.

Zunächst scheint es so, dass die beiden Männer nichts miteinander verbindet. Doch nach und nach werden Geheimnisse gelüftet und Zusammenhänge klarer. Dr. Gordon muss sich zudem um seine Familie Sorgen machen, denn der Entführer der beiden Männer hat seine Frau und seine Tochter in seiner Gewalt und droht mit deren Tod. Adam und Dr. Gordon müssen verschiedene Aufgaben in ihrer Kammer des Schreckens lösen, um den Entführer zu besänftigen, der das alles als „Spiel“ tituliert.

Es wird klar, dass es sich bei dem Entführer, um den von der Polizei gesuchten „Jigsaw“-Mörder handeln muss, der seine Opfer vor schmerzliche, widerliche und kaum lösbare Aufgaben stellt, um ihren Lebenswillen zu testen. Dies wird in Rückblicken gezeigt: keine schönen Anblicke und zartbesaitete Menschen sollten sich die Bilder am besten ganz sparen.

Während die Hauptgeschichte um Adam und Dr. Gordon klar im Vordergrund steht und über die gesamte Länge des Films innerhalb der düsteren Wände des Badezimmers spielt, zwischen denen die Gefangenen immer verzweifelter werden und sogar mit dem Gedanken spielen, sich den Fuß abzusägen, um zu entkommen, lernen die Zuschauer zudem noch den Polizisten Detective David Tapp (Danny Glover) kennen, der „Jigsaw“ auf den Spuren ist, durch ihn aber seinen Partner Detective Steven Sing (Ken Leung) verliert. Er verdächtigt zeitweise Dr. Gordon und hängt sich an seine Fährte.

Doch nicht nur er muss mit Schrecken am Ende des Films feststellen, dass Dr. Gordon tatsächlich nur ein Opfers von „Jigsaw“ war. Die Enthüllung am Ende ist einer der brillantesten der Filmgeschichte und beim ersten Schauen des Films mehr als nur überraschend. Und genau deswegen so gut!

„Saw“ ist aus vielen Gründen ein sehr gut gemachter Film: Der Cast ist durchweg klasse besetzt. Jedem Darsteller nimmt man seine Rolle ab, die Charaktere bekommen alle genug Screen Time, um ihre Geschichte kennenzulernen und die Beweggründe ihrer Handlungen nachzuvollziehen. Die Fallen von „Jigsaw“ sind zwar blutig und dem Splatter-Genre zuzuordnen, dennoch auf eine abstoßende Art und Weise clever und bemerkenswert. Das Aufdecken der Zusammenhänge und das überraschende Ende runden das Gesamtpaket ab. Und untermalt wird alles noch von einer eingängigen Musik, deren Haupttheme seit Erscheinen des Films fest auf jeder Horror- und Grusel-Playlist neben Klassikern wie dem „Halloween“-Theme von John Carpenter verankert sein dürfte. An der Stelle wollen wir kurz grüßen und „Hello Zepp“ sagen:

<aside class="park-embed-html"> <iframe width="459" height="344" src="https://www.youtube.com/embed/vhSHXGM7kgE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe> </aside>
Dieses Element enthält Daten von YouTube. Sie können die Einbettung solcher Inhalte auf unserer Datenschutzseite blockieren

„Saw“ wird häufig mit David Finchers „Sieben“ verglichen und muss diesen Vergleich keinesfalls scheuen. „Jigsaw“ bleibt bis zuletzt ein Mysterium, zeigt erst am Ende bei der Auflösung sein wahres Gesicht und ist eine der beeindruckendsten, furchteinflößendsten und tragischsten Horrorfiguren der Filmgeschichte.

„Saw“ zog bisher sieben Fortsetzungen nach sich, die die Geschichte von „Jigsaw“ weiterführen, Hintergründe ausleuchten und immer mehr Ekel und Blut einfließen ließen. Ein paar der Fortsetzungen hätte es sicher nicht gebraucht, doch nicht umsonst ist die „Saw“-Reihe eine der erfolgreichsten Horrorreihen. Der neueste Ableger stammt aus der Feder von Chris Rock. „Saw: Spiral“ soll im Mai 2021 in die Kinos kommen und eine Mischung aus Spin-off und Reboot sein. Ob die Reihe ohne „Jigsaw“ auskommen kann? Fraglich. Ob der dann insgesamt neunte Teil wirklich ganz auf die Dienste des Fallenbauers und Serienmörders verzichten wird? Fast ausgeschlossen.

Und nun müssen Sie wählen: Leben oder sterben, Sie haben die Wahl. Lassen Sie uns ein Spiel spielen! (bph)

<aside class="park-embed-html"> <iframe width="480" height="270" src="https://www.youtube.com/embed/S-1QgOMQ-ls?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe> </aside>
Dieses Element enthält Daten von YouTube. Sie können die Einbettung solcher Inhalte auf unserer Datenschutzseite blockieren

Saw, 2004, von James Wan, u. a. mit Tobin Bell, Leigh Wannel und Cary Elwes, 107 Minuten, FSK 18, verfügbar im Stream bei folgenden Anbietern: Amazon (Kaufen: 5,99 €, Leihen: 2,99 €), Maxdome (Kaufen: 5,99 €, Leihen: 2,99 €), iTunes (Kaufen: 7,99 €, Leihen: 3,99 €), Google Play (Kaufen: 9,99 €)

Zurück zum Inhalt

Knives Out – Mord ist Familiensache

Für „Star Wars: Die letzten Jedi“ wurde er von vielen Fans kritisiert, für seinen Kriminalfilm „Knives Out – Mord ist Familiensache“ hingegen wurde er gefeiert, die Produktion war ein finanzieller Erfolg und brachte Regisseur und Drehbuchautor Rian Johnson seine erste Oscar-Nominierung ein. Und das zurecht, denn sein Werk von 2019 ist ein cleveres Kammerspiel mit überraschenden Wendungen, einer spannenden Krimigeschichte und einem gut aufgelegten und hervorragenden Cast.

Im Mittelpunkt der Handlung steht der Tod des bekannten Krimiautors Harlan Thrombey (Christopher Plummer), der einen Tag nach seinem 85. Geburtstag, den er mit seiner Familie feierte, von seiner Haushälterin in seinem Zimmer gefunden wird. Geht die Polizei anfangs noch von einem Suizid aus, ergeben sich aus den Gesprächen mit der Verwandtschaft aber Zweifel.

Jeder der Familienmitglieder hat seine Geheimnisse und auch Motive für einen Mord am schwerreichen Thrombey – und dahinter kommt auch der Privatdetektiv Benoit Blanc (Daniel Craig), der von einer unbekannten Person engagiert wurde, um den Tod des Autors zu untersuchen und aufzuklären.

Er nimmt alle Tatverdächtigen genau unter die Lupe, die sich immer mehr in ihre Lügengeschichten flüchten, dadurch aber ins Stolpern geraten. Immer wieder kommt es zu überraschenden Wendungen innerhalb der vier Wände von Thrombeys Anwesen, das Schauplatz der Geschichte ist. Immer wieder rückt eine andere Person ins Rampenlicht, wenn es um die Beantwortung der Frage geht: Wer war der Mörder?

Johnson wollte eigenen Aussagen zufolge schon lange einen klassischen Kriminalfilm im Stil von Agatha Christie machen. Das ist ihm mit „Knives Out – Mord ist Familiensache“ mehr als gelungen. Die Szenerie wirkt ein wenig wie ein lebendig gewordenes Cluedo-Spielbrett, was ungemein spannend ist.

Der Cast ist ein buntes Potpourri aus Hollywoods oberster Regalreihe: Neben „James Bond“-Darsteller Craig, der diese Rolle in Johnsons Film ein wenig auf die Schippe nimmt, spielen auch „Captain America“ Chris Evans, „Supermans“ Gegenspieler „General Zod“ Michael Shannon, „Halloween“-Ikone Jamie Lee Curtis und Charakterdarsteller Christopher Plummer mit. Und sie harmonieren als „gestörte“ Familie, die nach Außen die heile Welt vorgeben will.

Aufgrund des finanziellen Erfolgs bestätigte Johnson Anfang 2020, dass er eine Fortsetzung plant. Wie genau die aussehen soll? Darauf wird er eine Antwort geben müssen. Fest steht nur, dass Craig erneut in die Rolle des Detektiven Benoit Blanc schlüpfen und einen neuen Fall untersuchen soll. Wenn der wieder so unterhaltsam ist, wie sein erster Fall fürs Kinopublikum: immer her damit! (bph)

<aside class="park-embed-html"> <iframe width="480" height="270" src="https://www.youtube.com/embed/bHE7GsY7pe4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe> </aside>
Dieses Element enthält Daten von YouTube. Sie können die Einbettung solcher Inhalte auf unserer Datenschutzseite blockieren

Knives Out – Mord ist Familiensache, 2019, von Rian Johnson, u. a. mit Daniel Craig, Chris Evans, Michael Shannon und Jamie Lee Curtis, 132 Minuten, FSK 12, verfügbar im Stream bei folgenden Anbietern: Amazon (im Abo ab 16,56 € im Monat, Kaufen: 5,99 €, Leihen: 3,40 €), iTunes (Kaufen: 11,99 €, Leihen: 4,99 €), Google Play (Kaufen: 5,99 €, Leihen: 3,99 €)

Zurück zum Inhalt

Der Gott des Gemetzels

Der Titel lässt zugegebenermaßen etwas anderes erwarten: Er klingt eher nach blutigem Spektakel, nach Action, vielleicht nach einem Superheldenfilm, auf jeden Fall nach Gewalt. Um Gewalt geht es dann auch, aber nur hintergründig. Vordergründig geht es um zwei Ehepaare, deren Kinder sich geprügelt haben, und die die Situation ohne die beiden Jungs nun klären wollen.

Die Handlung erstreckt sich dabei fast ausschließlich in der Wohnung der einen Eltern. Zunächst diskutieren die vier freundlich über das Geschehene, dann wird die Stimmung zunehmend direkter und vorwurfsvoller, bis man sich letztendlich aggressiv an die Gurgel geht (natürlich nur verbal) und auch die Paare untereinander heftig austeilen. Längst geht es dann nicht mehr nur um den Streit der Kinder, sondern um die Rechtfertigung ihrer eigenen Existenz. Es herrscht Krieg in diesem Wohnzimmer.

Jede der vier Personen ist eine bis in die letzten Winkel durchdachte Persönlichkeit, hervorragend gespielt von vier hervorragenden Darstellern. Da ist zum einen der von Christoph Waltz gespielte Alan. Er nimmt die ganze Situation nicht ernst, telefoniert lieber unentwegt beruflich. Waltz stattet seinen Charakter ein wenig mit den fiesen Züge seines SS-Mannes Hans Landa aus „Inglourious Basterds“ aus. Er ist zynisch, hämisch, nimmt kein Blatt vor den Mund und wirkt nur aus sicherer Distanz sympathisch. Er trägt die sich ändernde Stimmung des Films und führt sie. Seine Frau Nancy, gespielt von Kate Winslet, hingegen ist um Frieden und Höflichkeit bemüht. Sie versucht, die Situation ohne viel Aufsehen zu klären. Sie ist kompromissbereit und freundlich. Erst nach und nach knallen bei ihr die Sicherungen durch – nicht ganz unverständlich.

Auf der anderen Seite steht Penelope Longstreet, dargestellt von Jodie Foster. Sie gibt ihrer Figur eine kaum erträgliche Kälte, sie ist streng und zickig, ohne jeden Sinn für Humor. Sie sieht sich als moralische Instanz, ist aber gleichzeitig eine wilde Furie. Ihr Mann Michael, gespielt von John C. Reilly bleibt die blasseste der vier Figuren. Er ist eigentlich um Harmonie bemüht und gibt den guten Gastgeber, aber auch er erträgt nicht alles.

Doch von zwei Seiten, die da aufeinanderprallen kann eigentlich keine Rede sein. Die Allianzen ändern sich ständig. Mal verbünden sich die Männer über einen Scotch gegen die Frauen, mal die Frauen über den Hass auf die Telefoniererei gegen Alan, dann kämpft wieder jeder für sich selbst.

Während die Erwachsenen aus dem Kinderstreit ein riesigen Elefanten machen, diskutieren, sich angiften und verletzen, sich gegenseitig die Welt erklären und ihre eigene rechtfertigen, haben die beiden prügelnden Kinder den Vorfall längst wieder vergessen und spielen bereits wieder miteinander.

Ein Manko hat „Der Gott des Gemetzels“ dann doch – ein Manko, das viele Kammerspiele haben, in denen die Figuren eigentlich den Ort verlassen wollen. Allan und Nancy wollen gleich zu Beginn des Films eigentlich gehen. Doch es werden immer wieder Gründe gefunden, weshalb sie doch dableiben. Diese Gründe sind allerdings nicht wirklich überzeugend, sondern wirken arg konstruiert, um das Geschehen am Laufen und das Ehepaar in der Wohnung zu halten. In der richtigen Welt wäre der Film nach fünf Minuten vorbei. Was wäre uns da für ein Spaß entgangen!

So ist „Der Gott des Gemetzels“ eine Mischung aus Gesellschaftsdrama und intelligenter Komödie. Dabei ist er aber eines ganz sicher: unfassbar unterhaltsam. (bwi)

<aside class="park-embed-html"> <iframe width="480" height="270" src="https://www.youtube.com/embed/hG9y-lp9k5I?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe> </aside>
Dieses Element enthält Daten von YouTube. Sie können die Einbettung solcher Inhalte auf unserer Datenschutzseite blockieren

Der Gott des Gemetzels, 2011, von Roman Polanski, u. a. mit Jodie Foster, Christoph Waltz, Kate Winslet und John C. Reilly, 80 Minuten, verfügbar im Stream bei folgenden Anbietern: Amazon (Kaufen: 7,99€, Leihe: 2,99€), Maxdome (Kaufen: 9,99 €; Leihe: 2,99€), iTunes (Kaufen: 8,99 €; Leihe: 3,99€), Google Play (Kaufen: 7,99€, Leihe: 2,99 €).

Zurück zum Inhalt

The Guilty

Ein Mann. Ein Raum. Ein Telefon. Mehr braucht „The Guilty“ nicht, um ein intensiver, spannender Thriller zu sein. Asger Holm ist Polizist und arbeitet in der Notrufzentrale. Er ist nicht gerade derjenige, den man sich im Notfall am anderen Ende der Leitung wünschen würde: Einem panischen Drogenabhängigen sagt er, er solle einfach aufhören zu konsumieren, einem im Rotlichtviertel Überfallenen lässt er absichtlich auf Hilfe warten, um ihn zu ärgern, und einer gestürzten Fahrradfahrerin sagt er schlicht, sie solle gefälligst nichts trinken vor dem Fahren.

Doch dann kommt in seiner Nachtschicht der Anruf einer Frau, der anders ist. Zuerst denkt man, es wäre wieder eine Betrunkene in der Leitung, doch dann versteht Asger, dass sie bewusst so spricht – weil ihr Entführer direkt neben ihr sitzt. Der Polizist setzt alle Hebel in Bewegung, um ihr zu helfen, spricht mit der Tochter der Frau, ihrem Ex und versucht, den Entführer zu orten. Er überschreitet seine Befugnisse, denn eigentlich endet seine Aufgabe beim Weiterleiten des Falls an die Einsatzkräfte. Ob er mit seinen Nachforschungen dem Opfer wirklich hilft, das ist dabei nie so sicher.

In dem dänischen Thrillerdrama „The Guilty“ sieht man nur den Polizist Asger am Telefon – knapp 90 Minuten lang. Es gibt keinen Zeitsprung, keinen Ortswechsel. Der Polizist versucht, den Entführungsfall zu lösen. Hinterher hat man nicht das Gefühl, den Raum nie verlassen zu haben. Denn die Gespräche, die Asgar führt, lösen beim Zuschauer allzu lebendige Bilder im Kopf aus. Das liegt besonders an dem tollen Hauptdarsteller und den extrem authentischen Telefongesprächen. Diese Stimmen in der anderen Leitung sind nicht nur Stimmen: Sie sind richtige Charaktere mit Persönlichkeit.

So ist „The Guilty“ ein intensives Kammerspiel – und auch ein wendungsreicher Thriller. Denn vieles ist ganz anders als es scheint, alles ist eine Frage der Perspektive. Außerdem deckt sich nach und nach auf, dass auch in Asgers jüngerer Vergangenheit etwas Böses passiert ist: Morgen steht eine Anhörung gegen ihn bevor. Wer der titelgebende Schuldige ist – darüber lässt sich schlußendlich streiten.

Obwohl die ganze Handlung nur in dem einen Raum spielt, ist „The Guilty“ nichts für schwache Nerven. Denn das Kopfkino ist immer schlimmer als das, was im Bild dargestellt wird. (bwi)

<aside class="park-embed-html"> <iframe width="480" height="270" src="https://www.youtube.com/embed/WidRDYH87hk?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe> </aside>
Dieses Element enthält Daten von YouTube. Sie können die Einbettung solcher Inhalte auf unserer Datenschutzseite blockieren

The Guilty, 2018, von Gustav Möller, mit Jakob Cedergren, 85 Minuten, FSK 12, verfügbar im Stream bei folgenden Anbietern: Amazon (im Abo sowie Kaufen: 7,99€, Leihe: 2,99€), Maxdome (Kaufen: 7,99 €; Leihe: 2,99€), iTunes (Kaufen: 9,99 €; Leihe: 3,99€), Google Play (Leihe: 2,99 €)

Zurück zum Inhalt

No Turning Back

Ein Mann. Ein Auto. Ein Telefon. Sonst werden wir nichts sehen in diesem Kammerspielfilm. „No Turning Back“ handelt von einer Autofahrt von Birmingham nach London. Ivan Locke (grandios dargestellt von Tom Hardy) sitzt allein im Auto. Und telefoniert. Auf dieser 90-minütigen Autofahrt wird sich sein ganzes Leben um 180 Grad drehen. Und wir sehen ihm dabei zu und sind gespannt, ob und wann er zusammenbricht.

Vor einigen Monaten – das ergibt sich dann nach und nach aus den diversen Telefonaten, die Ivan Locke führt – hatte der verheiratete Mann eine Affäre. Sie wurde schwanger und steht jetzt plötzlich vor einer vorzeitigen Geburt. Locke ist auf dem Weg zu ihr, um ihr beizustehen. Doch er hat noch einiges zu klären: Zum einen muss er seiner Frau mitteilen, was passiert ist. Zum anderen muss er Vorkehrungen auf seiner Baustelle vorbereiten – ein wichtiges berufliches Ereignis, das er nun vom Telefon aus planen muss.