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Coronavirus: Unsere Tipps für Comicverfilmungen

Erst gezeichnet, dann gefilmt : Vom Comic auf die große Leinwand

Ihren Anfang machten sie auf Papier in kleinen Kästchen und mit Sprechblasen über dem Kopf. Doch irgendwann reichte das nicht mehr, die Comicfiguren wurden für die großen Leinwände gezeichnet, animiert oder von realen Darstellern zum Leben erweckt. Wir haben ein paar der besten Comicverfilmungen für Sie zusammengestellt. Viel Spaß mit unseren Tipps!

Ob Dämonen mit einem Herz für Katzen, Batmen aus verschiedenen Jahrzehnten oder Rächer in dystopischen Zukunftsvorstellungen: Comics lassen ihren Autoren freien Lauf bei der Gestaltung der Geschichten. Immer wieder ist diese Kunstform Vorlage für Filme auf der großen Leinwand.

Ein paar besonders gelungene Umsetzungen stellen wir Ihnen im Folgenden vor:

Hellboy

Ein Held, der auf den ersten Blick gar nicht so heldenhaft erscheint, und eine Vorliebe für Katzen hat – wenn das kein Stoff für einen richtig guten Comic ist! Auch wenn die Bände der 1993 geschaffenen Figur namens „Hellboy“ eher mäßig erfolgreich waren, so sind zumindest die Filme „Hellboy“ und „Hellboy – Die goldene Amee“ sehr gut bei den Kritikern und beim Publikum angekommen.

Hellboy (Ron Perlman) ist eigentlich ein rothäutiger Teufel. Zwar sind seine Hörner abgeschliffen, jedoch wurde er ursprünglich von dem russischen Mystiker Rasputin beschworen (natürlich im Auftrag der Nazis – von wem auch sonst?), um wortwörtlich die Hölle auf Erden zu entfesseln. Denn sein eigentlicher Name lautet „Anung Un Rama“, „das Tier der Apokalypse“.

Dem Dämon, der in den Filmen wegen seiner Hautfarbe oft „Red“ gerufen wird, ist aber überhaupt nicht danach. Auf der Erde hat ihn sein menschlicher Ziehvater Professor Trevor Bruttenholm (John Hurt) bei sich aufgenommen und ihm beigebracht, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Deswegen bekämpft Hellboy mit seinen übermenschlichen Fähigkeiten wie Kraft, Ausdauer und Regeneration andere dämonische Kreaturen.

Ein Dämon, der aber irgendwie doch menschlich wirkt: Hellboy isst unheimlich gerne Schokolade, raucht Zigarren am laufenden Band und kümmert sich liebevoll um mindestens ein Dutzend Katzen in seiner Wohnung. Diese Marotten und sein trockener Humor bewirken, dass der Zuschauer ihn trotz seines auf den ersten Blick furchterregenden Erscheinungsbildes schnell ins Herz schließt.

Regisseur Guillermo del Toro hat es geschafft, einen wegen seiner morbiden, sarkastischen Grundstimmung kultverdächtigen Film zu kreieren. Dabei hatten die Produzenten entgegen seiner Meinung eigentlich Vin Diesel für die Rolle von Hellboy vorgesehen. Ein Glück für alle, er ist es nicht geworden – Sorry Vin, aber Perlman ist einfach unschlagbar.

Unter anderem deswegen ist auch das Reboot „Hellboy – Call of Darkness“ nicht zu empfehlen. Das Erfolgsduo del Toro und Perlman sind nicht mehr mit an Bord und die Handlung ist so diffus, uncharmant und nicht nachvollziehbar, dass wahre Fans diesen Streifen nach spätestens zehn Minuten ausschalten. (mepo)

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Hellboy und Hellboy – Die goldene Armee, 2004 und 2008, Regie: Guillermo del Toro, u. a. mit Ron Perlman, John Hurt und Seth McFarlane, Länge insgesamt: 237 Minuten

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Dark-Knight-Trilogie

Batman – neben Superman wohl die berühmteste Figur des Verlags DC Comics. Die im Jahr 1939 von Zeichner Bob Kane geschaffene Figur ist zur Vorlage für Filme, Serien, Videospiele und vieles mehr geworden. Mit einer knallbunten, comichaften Version hat die oscarprämierte Dark-Knight-Trilogie von Regisseur Christopher Nolan allerdings – wie der Titel schon vermuten lässt – nichts zu tun. Zum Glück. Denn der Batman, der uns hier präsentiert wird, ist ein grimmiger, ernster und düsterer Mann, gezeichnet vom Leben – und das ist perfekt.

Die Trilogie, die im Jahr 2005 gestartet ist, ist ein Reboot und orientiert sich im Gegensatz zu vorherigen Verfilmungen an einer realistischen Erzählweise. Christian Bale als Bruce Wayne beziehungsweise Batman ist kein durch und durch guter Held. Ihn treiben nicht vorwiegend ein selbstloses Gerechtigkeitsgefühl, sondern Rachegedanken dazu an, Verbrecher in seiner Heimatstadt Gotham zu jagen. Denn: Seine Eltern wurden, als Bruce ein kleiner Junge war, von eben solch einem Verbrecher ermordet.

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Batman als einer der beliebtesten Superhelden schlägt selbst DC-Held Superman. Mit all seinen Ecken und Kanten ist er einfach sympathischer als der unfehlbare, aalglatte Superman. Der Schriftsteller Dietmar Dath beschreibt es passend: Superman ist so, wie wir gerne wären, aber Batman ist so, wie wir sind – nur besser.

Batmans schlimmster Gegenspieler ist der Joker. Heath Ledger in der Rolle als verrückter Clown ist einfach nur großartig und durch nichts zu toppen – da kann auch kein Joaquin Phoenix etwas ausrichten. Wenngleich mancher nun anmerken würde, dass Phoenix’ Joker ein ganz anderer ist: Ledger, dessen Rolle als Joker die vorletzte vor seinem Tod war, bleibt ungeschlagen. Denn wie Michael Caine als Alfred Pennyworth, der treue Butler der Wayne-Familie, so schön sagt: „Einige Menschen wollen die Welt einfach nur brennen sehen.“ Und wie Ledger als Joker die Welt, wie Gotham sie kannte, in Brand gesetzt hat!

All das rundet die fantastische Titelmusik von Hans Zimmer ab: Immer, wenn Vespertilio erklingt, löst das eine Gänsehaut aus, wie es Filmmusik in seltenen Fällen schafft. Wie also an solch eine großartige Inszenierung auch nur ansatzweise herankommen? Das ist die Frage aller Fragen und der Grund, warum Batman-Fans gespannt auf die geplante Neuauflage mit Robert Pattinson als menschliche Fledermaus blicken, die im kommenden Jahr erscheinen soll. Ob er zufriedenstellend in die großen Fußstapfen von Christian Bale und Co. treten kann, bleibt abzuwarten. (mepo)

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Batman Begins, The Dark Knight, The Dark Knight Rises, 2005, 2008 und 2012, Regie: Christopher Nolan, u. a. mit Christian Bale, Gary Oldman, Michael Caine, Heath Ledger, Tom Hardy und Anne Hathaway, Länge insgesamt: 457 Minuten

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Blau ist eine warme Farbe

Auch so kann eine Comicverfilmung aussehen. In „Blau ist eine warme Farbe“ geht es etwas sanfter als in vielen anderen Filmen zu. Dabei dreht sich alles um ein Thema: die Liebe.

Im Film begleiten die Zuschauer die jugendliche Adèle (Adèle Exarchopoulos) in ihrer Entwicklung zu einer erwachsenen Frau. Nach einer gescheiterten Beziehung zu einem Mitschüler und ersten Zweifeln an ihrer Sexualität lernt sie in einer Lesbenbar die blauhaarige Kunststudentin Emma (Léa Seydoux) kennen, die sie mit ihrer freigeistigen Art nicht loslässt. Zwischen den beiden entsteht eine leidenschaftliche Liebesbeziehung, die Adèle jedoch vor ihren Eltern verheimlicht und die zum Streit mit ihren homophoben Schulfreundinnen führt.

Der Film begleitet mehrere Jahre in der Beziehung, in denen das Paar zusammen wohnt. Adèle wählt als Grundschullehrerin einen klassischen Beruf, während Emma weiter in die kreative und intellektuelle Kunstszene abdriftet. Beiden wird klar, dass sie wenig Gemeinsamkeiten haben, woraufhin die Beziehung scheitert. In der folgenden Zeit kämpft Adèle mit ihrem gebrochenen Herzen. Zum Ende der Geschichte gibt es aber ein emotionales Wiedersehen der beiden Frauen.

Der Streifen, der so gar nicht wie eine klassische Comicverfilmung daher kommt, basiert auf dem französischen Comic „Le Bleu est une couleur chaude“ von Julie Maroh aus dem Jahr 2010. Er hält sich jedoch nicht gänzlich an das Original. So wurde etwa der Name der Hauptfigur Clémentine zu Adèle geändert. Außerdem findet die Handlung im Comic nicht kontinuierlich statt – sie beginnt direkt mit dem Tod der tablettensüchtigen Clémentine, der im Film nicht vorkommt. Von dort an wird die Geschichte des Liebespaars rückblickend anhand von Tagebucheinträgen erzählt.

Obwohl der Film viele Auszeichnungen wie die Goldene Palme der Internationalen Filmfestspiele von Cannes erhielt und die Rezeption größtenteils positiv ausfiel, gab es auch kritische Stimmen. Zu den größten Kritikern des Films gehörte die Autorin des Comics selbst. Maroh verglich etwa die unrealistischen Sexszenen mit Pornografie und lehnte den überwiegend männlichen und heteronormativen Blick auf die Beziehung zweier Frauen ab. Auch die Hauptdarstellerinnen sorgten bereits vor der Premiere für Furore, als sie sich gegen den Regisseur Abdellatif Kechiche stellten.

Dennoch überzeugte der Film wegen seiner Originalität, seiner Schönheit in der Kameraarbeit und der Liebe zum Detail viele Zuschauer. Die universell gültige Liebesgeschichte mit dem ausweglos erscheinenden Scheitern traf viele ins Herz. Einige Kritiker ernannten die Verfilmung aus diesen Gründen sogar zum besten Film des Jahres 2013. (jas)

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Blau ist eine warme Farbe, 2013, Regie: Abdellatif Kechiche, u. a. mit Léa Seydoux und Adèle Exarchopoulos, Länge: 179 Minuten

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Die Peanuts Der Film

Die Comicserie „Die Peanuts“ ist wohl eine der anspruchsvollsten Comicreihen aller Zeiten. Kaum ein anderer Comic dringt auf so alltägliche und gewöhnliche Weise in solch philosophische Sphären vor, wie die Geschichten der Schulkinder um Charlie Brown. Nicht umsonst werden „Die Peanuts“ immer wieder von Literaturkritikern zu den wichtigsten Werken der Weltliteratur gezählt und in entsprechende Rankings aufgenommen.

Erwachsene kommen in den Comics nie vor. Die einzelnen Kinder sind hingegen legendär: Schröder, der immer Beethoven spielt, Linus mit der Schmusedecke, Lucy, die als Psychologin ihren Laden führt, und natürlich Charlie Brown, der ewige Verlierer. Nie trifft er beim Baseball den Ball. Und beim Football zieht Lucy ihm stets den Ball vor den Füßen weg. Er ist eigentlich eine tragische Figur, die trotz ausbleibender Erfolgserlebnisse letztlich den Mut nicht verliert.

Im Laufe der Jahre gab es Dutzende Verfilmungen der Peanuts-Comics, die es stets schafften, die Aura der Comicreihe einzufangen. Als dann 2015 „Die Peanuts – Der Film“ erschien, ein 3D- Animationsfilm, war die Skepsis groß: Würde es diese Darstellungsform schaffen, diesen Flair weiterhin einzufangen? Oder würde es eher ein – wie für die heutige Zeit typisch – rasantes Bilderspektakel geben, das die Aura der Peanuts für flache Witze und schnelle Unterhaltung verrät? Glücklicherweise stellte sich die Skepsis als unbegründet heraus.

„Die Peanuts – Der Film“ geht schön altmodisch an die Geschichte heran, ohne dass er altbacken erscheint. Er greift all die klassischen Peanuts-Motive auf, vom „kleinen rothaarigen Mädchen“ über Lucys Psychiaterstand bis hin zu Versuchen des Drachensteigenlassens. Die Story ist dabei so unspektakulär wie peanuts-typisch: Der ewige Verlierer Charlie Brown versagt auch jetzt bei allem, was er sich vornimmt. Als das kleine rothaarige Mädchen in seine Klasse kommt und ihm gegenüber einzieht, will er sie unbedingt kennenlernen. Er schmiedet einige Pläne, um ihr näherzukommen – natürlich gehen sie schief. Ein kleines Happy End wird es trotzdem geben. (bwi)

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Die Peanuts – Der Film, 2015, Regie: Steve Martino, u. a. mit Noah Schnapp, Hadley Belle Miller und Bill Meléndez, Länge: 93 Minuten

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Lucky Luke – Daisy Town

Es ist die erste große Verfilmung der Comics über den Mann, der schneller schießt als sein Schatten. Mit Witz nimmt er sich des Cowboy-Themas an, und ironisiert und zitiert dabei so einige bekannte Western-Motive: Indianer, die Kavallerie, Kopfgeldjagd, Schießereien und natürlich das Motiv des einsamen Fremden, der in eine abgelegene Stadt einreitet.

Die Story hält sich größtenteils an die Comic-Vorlage: Siedler finden irgendwo im Nirgendwo ein Gänseblümchen und entschließen, dort ihre neue Stadt aufzubauen. Schnell zieht das friedliche Städtchen Banditen und Raufbolde an, und bald sind Schießereien und Schlägereien an der Tagesordnung. Als der einsame Cowboy Lucky Luke in die Stadt kommt und sich dort erfolgreich mit ein paar Ganoven anlegt, wählen ihn die Bürger kurz darauf zum Sheriff. Lucky Luke räumt mit dem Bösewichten auf – bis die Gebrüder Dalton in die Stadt kommen und Ärger machen. Schon muss sich der einsame Cowboy nicht nur mit den gefährlichsten Banditen der Gegend anlegen, sondern kurz darauf auch noch mit Indianern. Erst danach darf er alleine mit Jolly Jumper in den Sonnenuntergang reiten und sein Liedchen des „Lonesome Cowboy“ trällern.

Durch den Witz und die Parodie bekannter Westernmotive ist „Lucky Luke – Daisy Town“ nicht nur ein Film für Kinder. Vor allem Erwachsene, die mit den US-Western der 1950er Jahre vertraut sind, werden an den zahlreichen Zitaten und parodistischen Einfällen ihre Freude haben. Aber auch Lieder wie der „Square Dance“ dürften Jung und Alt gleichermaßen unterhalten (“nun tanz doch nicht so abgehackt!“).

Dass er nicht nur als seichter Kinderfilm, sondern als in gewisser Weise ernstzunehmender Western angesehen wird, erkennt man schon daran, dass das berühmten Westernlexikon von Joe Hembus, ein Standardwerk des Genres, ihm einen Platz für einen Eintrag widmete.

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Lucky Luke – Daisy Town, 1971, Regie: René Goscinny, u. a. mit Lukas Ammann, Wolfgang Völz und Franz Nicklisch, Länge: 71 Minuten

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Batman hält die Welt in Atem

Es ist der comichafteste von allen Batman-Filmen: „Batman hält die Welt in Atem“ ist der Film zur 1960er-Jahre-Fernsehserie und hält sich nah an die frühen Batman-Comics, sowohl inhaltlich als auch stilistisch. Gleichzeitig ist er aber auch eine Art Parodie, komisch, selbstironisch und mit viel gewollt weit hergeholter Logik. Schon Batmans Kostüm mit seinen aufgemalten Augenbrauen und übergezogenen Unterhosen scheint reine Persiflage zu sein. Auch Erfindungen wie das Bat-Anti-Hai-Spray zeigen, dass es sich hier nicht um einen ernsten Film handelt. Als Beweis für die absurde Logik hier ein Beispiel: Das dynamische Duo (Batman und Robin) bekommt zwei Hinweise vom Riddler: „Eine Russin und eine Banane. Was schließen wir daraus?“ – „Eine Russin rutscht auf einer Bananenschale aus und bricht sich das Genick.“ – „Genau, Robin, das ist die einzige logische Folgerung!“ Zugegeben: Dieser Humor ist nicht jedermanns Sache. Manch einer würde den Film sogar als Trashkomödie bezeichnen.

Trotzdem ist „Batman hält die Welt in Atem“ wohl von allen Batman-Verfilmungen die comicgetreuste: knallbunt und richtig schön naiv. Am stärksten auf die Comics bezieht er sich in den Schlägereiszenen, wenn bei jedem Schlag ein comichaftes „Pow“, „Bang“, „Whamm“, „Kawumm“ oder „Splash“ im Bild erscheint. Unvergessen auch die Szene, in der Batman minutenlang mit einer großen, runden, qualmenden Bombe über dem Kopf einen menschenvollen Pier langläuft und keine passende Stelle findet, die Bombe loszuwerden.

„Batman hält die Welt in Atem“ bringt den Zuschauer einfach zum Lachen, manchmal auf recht alberne Weise. So ist er genau das Gegenteil zu Nolans düsterer, ernsten Trilogie mit Realismusanspruch. (bwi)

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Batman hält die Welt in Atem, 1966, Regie: Leslie H. Martinson, u. a. mit Adam West, Burt Ward und Cesar Romero, Länge: 105 Minuten

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Sin City

Wie schafft man es, einen Comic zum Leben zu erwecken und trotzdem den Eindruck zu erhalten, einen Comic zu sehen? Die beeindruckende Antwort darauf liefert „Sin City“ von Robert Robert Rodriguez und Frank Miller aus dem Jahr 2005. Der Film erzählt mehrere Geschichten der gleichnamigen Comic-Reihe von Miller selbst, die zwischen 1991 und 1992 erschienen sind.

Hauptprotagonisten des im Stile eines Film noir gedrehten Werks sind Gesetzlose und Prostituierte der fiktiven Stadt Basin City, die den unrühmlichen Namen „Sin City“ trägt. Da ist zum Beispiel Antiheld Marv (Mickey Rourke). Der Ex-Sträfling verbringt eine Nacht mit seiner Traumfrau Goldie. Am nächsten Tag ist sie tot und Marv macht sich auf die Suche nach ihrem Mörder.