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2. Staffel auf Netflix: „After Life“ führt den Trauerprozess weiter

2. Staffel auf Netflix : „After Life“ führt den Trauerprozess weiter

Nach der sensationellen ersten, eigentlich im Trauerprozess abgeschlossenen Staffel „After life“ gibt es nun sechs neue, 30-minüte Folgen dieser tragikomischen Ausnahme-Serie.

Ricky Gervais ist als Hauptdarsteller, Regisseur und Entwickler wieder der lebensmüde und grimmige Witwer Tony, der sich immer noch alte Videos von seiner verstorbenen Frau ansieht. Der Zyniker, der zu viel trinkt, sagt zwar, dass er mehr Zen sein will, aber eigentlich vermisst er den Spaß, zu blöden Leuten fies zu sein.

Dass der Herausgeber Tonys kleines Lokalblatt verkaufen will, ist Gelegenheit für herrlich banale und sehr menschelnde Lokalzeitungs-Geschichten und die knappe Zusammenfassung: „Wir sind der größte Haufen von Verlierern, den Sie jemals gesehen haben. Aber ein netter Haufen!“. Während Tony vor allem damit beschäftigt ist, sich selbst zu bemitleiden, kocht er ein furchtbares Abendessen für die befreundete Prostituierte, lässt den obdachlosen Postboten bei sich baden und kümmert sich trotz der scheinbar menschenfeindlichen Grundhaltung mit zu großem Herz um die Menschen um ihn herum.

Das ist angefangen bei den täglichen Besuchen beim dementen Vater Szene für Szene gleichzeitig bewegend und umwerfend komisch. Aber vor allem wohltuend bodenständig.