Wanderung plus Häppchen: Eine „Amusetour“ für Menschen, die angenehmes Leben mögen

Wanderung plus Häppchen : Eine „Amusetour“ für Menschen, die angenehmes Leben mögen

Vom Parkplatz aus laufen Sie auf das imposante Schloss aus dem 18. Jahrhundert zu. Kasteel Vaalsbroek gehörte dem für Vaals bedeutenden Tuchfabrikanten Johann Arnold von Clermont, der den einst baufälligen Adelssitz zu seinem Stammsitz umbaute. Das Gelände um das Schloss wurde von ihm mit einem prächtigen Park mit Teichen, Wasserfällen und seltenen Baumgruppen nach englischem Muster ausgestattet.

Blick ins Mausoleum

Am Querweg gehen Sie links. Ein grünes Geländer leitet Sie zu einem altertümlichen Drehkreuz. Nachdem Sie dieses passiert haben, stehen Sie vor dem Mausoleum und können einen Blick ins Innere werfen. Einige Meter weiter, auf Höhe der Picknickgelegenheit,­ befindet sich ein Durchgang in der Umzäunung und Sie betreten die weitläufige Streuobstwiese. Auf ihrem Weg durch die Wiese (links an der Hecke entlang) können Ihnen ein paar Kühe entgegen kommen.

Am Ende des Geländes gehen Sie durch ein hölzernes Klapptor. Mit Blick auf die beiden weißen Gebäude oben im Wald wandern Sie geradeaus durch eine weitere Wiese. Es handelt sich um ehemalige Zollhäuser an der niederländisch-belgischen Grenze. Mit Erreichen der Straße (Meelenbroeerweg) geht es nach links weiter. Über die Abzweigung Wolfhaag (hier wurde Ende des 19. Jahrhunderts der letzte Wolf geschossen) laufen Sie hinweg. An der nächsten Kreuzung (bei einer Mariengedenkstätte) sehen Sie schon das Schild mit Hinweis auf das Café „Hoeve de Linde”, wo Sie das erste Amuse – ein kulinarisches Häppchen – zu sich zu nehmen.

Ein herrlicher Weitblick über Pferdewiesen in Richtung Vaals erwartet Sie. Hunde sind hier besonders willkommen. Nach dem Besuch laufen Sie zurück zur Straße und biegen links ab in Richtung Grenze (B). Bei dem ersten Haus gehen Sie links durch das Drehkreuz und durchwandern eine Wiese abwärts bis an den Bach. Eine kleine Holzbrücke bringt Sie trockenen Fußes hinüber. Nach einer kurzen Holzwegpasssage und einem Drehkreuz laufen Sie auf einem von den Wanderern vor Ihnen vorgegebenen Weg durch eine Wiese.

Die „Amusetour“ um Vaals herum führt auch durch Wiesen. Foto: Van der Heiden

Die wenigsten wissen, dass auf der Anhöhe mit den Bäumen vor langer Zeit ein Galgen stand, an dem Missetäter zur Rechenschaft gezogen wurden. Diese hatten bestimmt alles andere als den Ausblick, der einer der schönsten der Gegend ist, im Kopf. Es waren vielfach Mitglieder einer legendären Räubergruppe, die man als Bockreiter bezeichnete, denn die Einwohner glaubten, dass diese Räuber auf Ziegenböcken durch die Luft fliegen konnten.

Geraume Zeit später können Sie rechts eines eisernen Gatters über ein Drehkreuz das Gelände verlassen. Sie wenden sich nach rechts und überqueren auf dem Zebrastreifen den Nieuwe Hertogenweg. In den Groenzandweg (100 Meter weiter) biegen Sie links ab. Bei der dritten Laterne (nach ca. 50 Metern) gehen Sie rechts einige Stufen hinab, folgen dem schmale Plattenpfad und biegen am Querweg rechts ab. Gleich darauf gehen Sie links über den Fußweg und halten sich an der Straße geradeaus (n‘t Oord). Links von Haus Nummer 10 biegen Sie in die Bronnenstraat ein und folgen 20 Meter weiter nach rechts dem Fußwegschild.

Sie erreichen den Stadtpark von Vaals, halten sich an der Gabelung links und laufen über eine Kreuzung geradeaus hinweg. Nach einer kreisförmig angelegten Blumenrabatte folgt ein Laubengang. Danach halten Sie sich links, gehen einige Treppen abwärts und stehen 200 Meter weiter an der Bloemendalstraat. Hier biegen Sie links ab und laufen zunächst entlang einer Mauer an dem Schloss vorbei.

Manchmal muss man sich den Weg mit einer Kuh teilen. Foto: Van der Heiden

Die erste Möglichkeit, das Gelände von Schloss Bloemendal zu betreten, nutzen Sie und laufen rechts um das gepflegte Gebäude herum. Bei schönem Wetter können Sie das Amuse auf der rückwärtigen Terrasse zu sich nehmen. Der Park mit seinen Springbrunnen und der bronzenen Figur des Johann Arnold von Clermont ist der Öffentlichkeit zugänglich und den kleinen Abstecher sollten Sie unbedingt noch machen.

1791 errichtete Tuchfabrikant Johann Arnold von Clermont Schloss Bloemendal. Als für die Tuchindustrie schlechte Zeiten anbrachen, wurde das Schloss verkauft. 1948 wurde ein Kloster mit Internat für die Kinder adeliger Familien gegründet. Die bekannteste Internatsschülerin war wohl Rose Kennedy, die Mutter des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Kloster als Lazarett genutzt. 1990 übernahm eine Hotelkette die Anlage.

Um die Wanderung fortzusetzen, verlassen Sie das Schloss und wenden sich an der Bloemendalstraat nach links. Wenige Meter weiter folgen Sie dem Schild „Wolfskuilenweg 6-20” nach links und spazieren an der Mauer von Schloss Bloemendal entlang, die mit Kletterhortensien bewachsen ist. Am Ende der Straße folgen sie geradeaus der Laatbankstraat, beachten eine Abzweigung nicht und biegen erst am Querweg nach rechts ab, in die Leenheerstraat.

Durch den Park am Kasteel Bloemendal läuft man auf das Schloss zu. Foto: Van der Heiden

Der Weg beschreibt eine Linkskurve und am Ende der Leenheerstraat wenden Sie sich für wenige Meter nach rechts, um bei dem roten Abfalleimer für Hundehinterlassenschaften nach links abzubiegen. Sie folgen dem Fußwegschild geradeaus. Schließlich steigen Sie einige Betontreppen abwärts bis auf den Randweg. Diesen queren Sie vorsichtig, um nach weiteren Betonstufen dem Fußweg parallel zur Straße nach rechts zu folgen.

Bei dem Schild “Landal Hoog Vaals” betreten Sie das Gelände des Ferienparks. Sie passieren die beiden Schranken und gehem am Schild „Sports Arena“ nach rechts weiter. An einem Fahrradschuppen vorbei gehen Sie weiter unten rechts um den Teich herum. Am Ende des Teiches halten Sie sich möglichst rechts und beachten Abzweigungen nicht. Nach dem Kinderspielplatz leitet Sie ein Fußwegschild weiter nach rechts entlang der Umzäunung.

Noch 400 Meter bis zum Genuss

Foto: Van der Heiden

Mit Erreichen eines Golfplatzes gehen Sie erneut rechts und laufen damit an dem Gelände des Golfplatzes entlang. Nach einiger Zeit erreichen Sie bei den Weiden am Bach (Zuiversbeek) den asphaltierten Weijerweg, dem Sie nach rechts folgen. Sie passieren den Hof Bischoff, wandern an der Frankenhofmolen vorbei und bleiben geradeaus. Das Schild an der nächsten Abzweigung sagt Ihnen, dass es bis Holset und zum dritten Amuse noch 400 Meter sind.

Holset ist ein pittoreskes Dörfchen, welches bereits zur Zeit der Eburonen Bedeutung hatte: An der Stelle der jetzigen Kirche stand ein Tempel, der dem Gott Baal gewidmet war. In dem mittleren der drei Cafés (Oud Holset) nehmen Sie (mit Blick auf die Kirche, auf der rückwärtigen Sonnenterrasse oder in dem gemütlich eingerichteten Innenraum) das dritte Amuse zu sich.

Um die Wanderung weiter fortzusetzen, wenden Sie sich nach dem Verlassen des Lokals nach rechts und laufen über den Kiesweg auf den Eingang von Domain Holset zu. Linkerhand entdecken Sie einen versteckt angelegten schmalen Pfad, der zwischen Hecken verläuft. Ihm folgen Sie mit Blick auf den Schneeberg, der seinen Namen aufgrund der Färbung erhalten hat, den der „Berg” annimmt, wenn die Felder gepflügt werden und das helle Mergelgestein an die Oberfläche tritt.

Nachdem Sie ein Drehkreuz passiert haben, laufen Sie quer über ein Feld. Mit Erreichen des Feldweges geht es nach rechts weiter. Die nächste Abzweigung bei einem Wegkreuz dürfte Ihnen bekannt vorkommen. Sie gehen zunächst den gleichen Weg zurück, biegen aber bei den Weiden nicht wieder links ab in Richtung Landal, sondern folgen dem Weijerweg weiter bis an den Eschberg. Hier geht es nach rechts weiter, über die Abzweigung Schuttebergsweg hinweg und dann stehen Sie auch schon wieder an Ihrem Ausgangspunkt.

Das letzte Amuse nehmen Sie auf der Terrasse am Teich bei der „Oude Watermolen” zu sich, wo Sie die vielen Eindrücke dieser kulinarischen Wanderung Revue passieren lassen können.

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