Kreis Heinsberg: Französisch-Diplom als Sprungbrett nutzen

Kreis Heinsberg: Französisch-Diplom als Sprungbrett nutzen

Nicht ohne Stolz nahmen zehn Schülerinnen und Schüler vom Berufskolleg Wirtschaft des Kreises Heinsberg in Geilenkirchen die Diplome des Deutsch-Französischen Kultur­instituts entgegen.

Diese Urkunden dokumentieren ihre erfolgreiche Teilnahme am Französisch-Leistungsspektrum, bei dem die jungen Frauen und Männer unter den verschiedenen Sprachniveaus A1, A2 (allgemeine Sprachverwendung) und B1, B2 (selbstständige Sprachverwendung) wählen können. Seit zehn Jahren nimmt das Berufskolleg Wirtschaft am sogenannten DELF-Programm teil. DELF steht für Diplôme d’Études en Langue Française. Das DELF scolaire ist für Schüler der Sekundarstufe bestimmt und wird in Zusammenarbeit mit den Bildungsministerien der 16 Bundesländer angeboten.

Das vom Deutsch-Französischen Kulturinstitut verliehene Diplom ist ein unabhängiges und international anerkanntes französisches Sprachzertifikat, das die kommunikative Kompetenz von Nicht-Muttersprachlern im Französischen überprüft. Dabei erfolgt die Prüfung in den Teilbereichen Hörverstehen, Textverständnis und schriftlicher Ausdruck am Berufskolleg in Geilenkirchen und wird von Mitarbeitern des Deutsch-Französischen Kultur­instituts in Aachen bewertet. Die Prüfung im mündlichen Ausdruck wird am Kaiser-Karl-Gymnasium in Aachen abgelegt.

DELF-Sprachdiplome richten sich an alle Personen nichtfranzösischer Nationalität und bescheinigen den Gebrauch der französischen Sprache in vielfältigen realistischen Situationen des alltäglichen Lebens. Die Prüfungen für das Sprachzertifikat stehen zeitgleich in 167 Ländern auf der ganzen Welt an, jährlich werden 285 000 Diplome ausgestellt. Mehr als 1300 Schüler von 54 Schulen der Region Aachen legen jährlich die Prüfungen ab.

Die Probanden des Berufskollegs Wirtschaft werden in einer Arbeitsgemeinschaft von den Französischlehrerinnen Hanne Nestler und Tilli Thul auf das Fremdsprachenzertifikat vorbereitet. Gerade Schülern, die Französischkenntnisse nicht auf ihrem Zeugnis nachweisen können, weil in ihrer Stufe kein Französisch-Sprachkurs zustandegekommen ist, bietet sich so eine Chance, ihr Bewerbungsprofil zu verbessern.

„Im Bereich Aachen sind nur drei Berufskollegs mit im Boot“, wusste Dr. Angelika Ivens zu berichten. Zusammen mit ihrer Kollegin und DELF-Beauftragten Alix Schwoll-Gissinger war die Leiterin des Deutsch-Französischen Kulturinstituts Aachen nach Geilenkirchen gekommen, um das Berufskolleg für die zehnjährige Teilnahme am DELF-Programm auszuzeichnen. Neben den beiden Französisch-Lehrerinnen zeigte sich auch Schulleiterin Gabriele Kaspers erfreut über das Treue-Zertifikat, dass die Schule weiter aufwerte. „Viele Unternehmen sind auf der Suche nach Mitarbeitern, die Fremdsprache wie Französisch beherrschen“, nannte Angelika Ivens einen Vorteil des Sprachzertifikats.

Sie gratulierte den Schülerinnen und Schülern zum Diplom. „Das ist ein wunderbares Sprungbrett, aus dem sie was machen können.“ Französisch sei weltweit gefragt. Alle bisherigen Teilnehmer des Berufskollegs hätten bestanden.

So ganz nebenbei überprüften die beiden Vertreterinnen des Deutsch-Französischen Kultur­instituts die Fremdsprachenkenntnisse der anwesenden Schülerinnen und Schüler und fragten, was sie denn mit Frankreich verbinden würden. „Paris, die Stadt der Liebe“, „die gute Küche“, „die Trikolore“, „das Moulin Rouge“ und „die multikulturelle Nation“, lauteten die Antworten auf Französisch.

Wenige Minuten später hielten Till Heinen, Jessica Salvatore, Sinah Schürmann, Franziska Laven, Nils Mostert, Lisa Tellers, Anja Klein, Niklas Cohnen, Christian Haasen und Maurely Maloko ihre DELF-Zertifikate in der Hand. Die zehn Schülerinnen und Schüler hatten die DELF-Prüfung mit sehr guten Noten bestanden. Die Schulleiterin und die Lehrkräfte freuten sich über das vom Kulturattache Emmanuel Suard in seiner Eigenschaft als Direktor des Deutsch-Französischen Instituts unterzeichnete Treue-Zertifikat für das Berufskolleg.

(gs)
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