Bis Anfang 2021 geduldet: Flüchtlingshilfeverein sucht nach neuen Räumen

Bis Anfang 2021 geduldet : Flüchtlingshilfeverein sucht nach neuen Räumen

Der Füchtlingshilfeverein Hand in Hand Übach-Palenberg sucht nach neuen Räumlichkeiten. Dabei hat die Verwaltung Hilfe zugesagt.

Die Räumlichkeiten vom Füchtlingshilfeverein Hand in Hand Übach-Palenberg wurden vor einigen Wochen durch das Amt für Bauen und Wohnen des Kreises Heinsberg und Vertretern der Stadtverwaltung Übach-Palenberg überprüft.

„Unterm Strich kam heraus, dass wir uns in den nächsten drei Monaten um etwas anderes kümmern sollten“, erzählt die Vereinsvorsitzende Angelika Int-Veen. Es wurden Mängel an der Brandschutzanlage festgestellt: „Doch diese sind mittlerweile behoben und das haben wir auch gemeldet.“ Die Suche nach neuen Räumlichkeiten laufe bereits auf Hochtouren, noch gebe es aber keine konkreten Ideen. Es sei nicht so einfach, zentral geeignete Räumlichkeiten zu finden.

Stein des Anstoßes für die Überprüfung war ein Antrag der CDU. Die CDU wollte von der Verwaltung prüfen lassen, ob die Räumlichkeiten des Vereins im derzeitigen Umfang weiterhin benötigt werden und ob und wie ein Integrationstreff in Übach-Palenberg eingerichtet werden kann. Die Mehrheit im Rat befürwortete dies.

Auch der Flüchtlingshilfeverein ist sich bewusst, dass die Räume nicht mehr dem heutigen Standard entsprechen. Die Heizung funktioniere bereits seit Jahren nicht und in der Lagerhalle sei das Dach undicht. Rund um die Uhr laufe dort daher ein Entfeuchter.

Auch habe sich der Schwerpunkt der Arbeit mehr zu einem Integrationstreff verschoben und das große Lager mit Spenden, Möbeln und Kleidungsstücken werde nicht mehr in diesem Umfang benötigt. „Die Verwaltung steht gemäß Ratsbeschluss im Austausch mit dem Flüchtlingshilfeverein“, erklärt Lea Krifft von der Pressestelle der Stadt Übach-Palenberg auf Anfrage.

Bei der Suche nach neuen Räumlichkeiten habe die Verwaltung in mehreren Gesprächen zugesagt, im Rahmen ihrer Möglichkeiten behilflich zu sein. Es bestehe insoweit ein Austausch zwischen Verwaltung und Verein. Allerdings stellt Krifft klar: „Auch wenn die festgestellten Mängel in den jetzigen Räumlichkeiten mittlerweile beseitigt sind, gibt es keine bauordnungsrechtliche Genehmigung für diese Nutzung, die seitens des Kreises Heinsberg deshalb nur bis Anfang des Jahres 2021 geduldet wird.“

Zu den Gerüchten, dass es bereits andere Pläne mit dem Grundstück gebe, äußerte sich die Stadtverwaltung nicht. Über die zukünftige Stadtentwicklung des Stadtteils Palenberg habe der Rat zu beschließen, heißt es dazu aus dem Rathaus. „Ohne diesem Beschluss vorzugreifen, vertritt die Verwaltung den Standpunkt, dass im Stadtteil Palenberg in Bahnhofsnähe verstärkt zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden sollte, auch um die Landesinitiative ‚Bauland an der Schiene‘ zu unterstützen“, so Krifft weiter.

Insbesondere die Verbesserung der Taktfrequenzen auf der Linie Aachen – Düsseldorf mache Palenberg für Pendler als Wohnort, aber auch für Investoren sehr attraktiv: „Weiterhin würden unter anderem die dort vorhandene gute Nahversorgung, Restauration und Gastronomie davon partizipieren.“ Weitere Planungs- und Investorenüberlegungen wolle die Verwaltung zunächst aber dem Rat der Stadt vorstellen.