Kreis Heinsberg: Festival steht ganz im Zeichen der Musik

Kreis Heinsberg: Festival steht ganz im Zeichen der Musik

Auf das nächste Großereignis im Rahmen der Partnerschaften des Kreises Heinsberg mit Midlothian (Schottland) und Komárom-Esztergom (Ungarn) machte Dezernent Helmut Preuß in der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Partnerschaft und Tourismus aufmerksam.

Vom 29. Oktober bis 5. November wird im Kreis Heinsberg das große traditionelle Freundschaftsfestival stattfinden.

Aus dem schottischen und dem ungarischen Partnerkreis sind jeweils bis zu 50 Teilnehmer eingeladen. Darüber hinaus wird jeweils eine offizielle Delegation für einen kürzeren Aufenthalt in den Kreis Heinsberg reisen, um in offiziellen Gesprächsrunden über die zukünftige Ausrichtung der Partnerschaften zu sprechen.

Auf die offiziellen Einladungen, die in Richtung Schottland und Ungarn versandt wurden, sind nach Angaben des Dezernenten erste Reaktionen zu verzeichnen. So will der ungarische Partnerkreis mit einer Showtanzgruppe, einer Volkstanzgruppe, einer Sängerin und einem Orchester vertreten sein. Die insgesamt 45 Personen werden aller Voraussicht nach mit einem Bus anreisen. Aus Schottland werden eine Pipe Band (mit Dudelsackspielern), eine Tanzformation und eine Gitarrenband teilnehmen.

Im Kreis Heinsberg laufen derzeit Gespräche mit interessierten Vereinen und Gruppen. Es wird versucht, so Preuß, möglichst passende Gegenstücke zu den gemeldeten Gruppierungen aus Schottland und Ungarn zu finden. Unter anderem hat die vor zwei Jahren am Festival in Schottland beteiligte Schützenband aus Geilenkirchen Interesse an einer Teilnahme bekundet. Auch die Teilnahme einer Band der Heinsberger Jugendmusikschule gilt als sicher. Erstmals soll in diesem Jahr bereits im Vorfeld des Treffens Kontakt zwischen den beteiligten Musikern hergestellt werden.

Ziel ist es, dass beim offiziellen Festabend, der traditionell am Donnerstag stattfindet und bei dem alle Vereine und Gruppen mit ihren Darbietungen und Aufführungen zum Programm beitragen, ein oder gar mehrere Musikstücke gemeinsam von den Musikern aller drei Länder dargeboten werden. Der Leiter der Jugendmusikschule Heinsberg, Theo Krings, hat laut Preuß angeboten, die notwendige Abstimmung zwischen den Musikern zu koordinieren. Zugleich wird er als musikalischer Leiter dieses Gemeinschaftsprojekt fungieren.

Eine weitere Besonderheit dieses Freundschaftsfestivals ist die Tatsache, dass vor genau 40 Jahren die erste Kontaktaufnahme zur Begründung der Partnerschaft zwischen dem Kreis Heinsberg und Midlothian stattfand, was die Grundlage für die heutige Dreieckpartnerschaft darstellt. „Dies haben wir gerne zum Anlass genommen, neben den amtierenden auch die ehemaligen Behördenleider der drei Kreise, die diese Partnerschaft mit begründet beziehungsweise in der Folgezeit entscheidend unterstützt und getragen haben, in den Kreis Heinsberg einzuladen”, berichtete Preuß. Aus Ungarn sei bereits eine positive Resonanz zu vernehmen. Demzufolge haben drei frühere Leiter der Komitatsverwaltung ihr Interesse an einer Teilnahme signalisiert. Der schottische Partnerkreis erwartet derzeit noch die Rückmeldungen seiner früheren Behördenleiter.

Zum Programm der Festivalwoche konnte der Dezernent im Ausschuss noch keine konkreten Informationen geben. Üblicherweise werden sich aber Besuchs- und Besichtigungsfahrten sowohl innerhalb des Kreises als auch in benachbarte Großstädte mischen mit verschiedenen Auftritts- und Konzertabenden. „Selbstverständlich soll aber nicht zuletzt im Hinblick auf die beabsichtigten gemeinsamen Musikdarbietungen genügend Zeit für Proben und den persönlichen Kontakt zwischen den Teilnehmern bleiben”, so Preuß.

Die Unterbringung der Teilnehmer ist im Wegberger Haus Sankt Georg geplant.

Übersicht über die Partnerschaften der Kommunen

Der Kreis Heinsberg verweist auf seiner Internetseite unter http://www.kreis-heinsberg.de auf seine Partnerschaften mit Midlothian (Schottland) und Komárom-Esztergom (Ungarn).

Im Ausschuss für Kultur, Partnerschaft und Tourismus fand ein Antrag der Grünen einhellige Zustimmung, nach dem auf der Kreisseite im Internet auch eine Übersicht über die Städtepartnerschaften der kreisangehörigen Kommunen präsentiert werden soll.

Außerdem, so der Wunsch der Grünen, solle eine Vernetzung dieser kommunalen Partnerschaften, soweit sie auf den Webseiten der Kommunen eingestellt seien, mit der Webseite des Kreises eingerichtet werden. Auf die Benutzerfreundlichkeit sei zu achten.

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