Dörwiss: Fesche Föttche-Offiziere feiern First Lady

Dörwiss : Fesche Föttche-Offiziere feiern First Lady

„Schick anjedon” präsentierten sich die Narren der Scharwache und ihre zahlreichen Gäste am letzten Samstag in der Festhalle Dürwiß. Unter dem Motto: „Ich ben ne Eischwiele Jong - wat welste mache...!” luden die Jecken zur großen Galasitzung.

Pünktlich um 19 Uhr eröffnete Scharwächter Helmut Müller mit einer musikalischen Darbietung des Themas die Sitzung. Gefolgt von einer feierlichen Eröffnungsrede des Präsidenten Dr. Heinz Jansen.

Das bunte Programm, begleitet von der Kapelle Günther Jäschke, war gespickt mit furiosen Tanzeinlagen und drei wortstarken „Mullejannen” in der Bütt.

Strahlender Mittelpunkt des Abends war aber die neue „First Lady” der Gesellschaft. Die charismatische Tanzmarie Anna Pütz verdrehte mit ihrer mitreißenden Choreographie nicht nur den „Stippe Föttche”-Offizieren den Kopf. Mit einem lachendem und einem weinenden Auge überreichte Vorgängerin Susanne Rhiem das von Alexandra à Campo gesponserte Mariechen-Fäßchen. Unter großem Applaus verabschiedete sich die Tanzmarie nach fünf Jahren Amtszeit in den Ernst des Studentenlebens.

Schwungvoll und energiegeladen bezog ihre 17-jährige Nachfolgerin ihr Amt. Glänzende Augen und ein herzliches Lächeln begleiteten die Showeinlagen mit Tanzoffizier Thomas Carduck.

Bei diesem bezaubernden Tanzpaar verwundert es nicht, dass der neue Sessionsorden dem Gardetanz gewidmet ist. Dem Augenschmaus folgte das Lachmuskeltraining auf dem Fuße: In die Bütt stieg Karl Hickert alias „ne Eefeler Buresoldat”. Der Bauernsoldat erntete mit seinem renitent ahnungslosen: „Ja wie waaah?” wahre Lachsalven.

Direkt von der Eifel ging es auf eine phantastische Weltreise mit der Scharwach-Jugendtanzgruppe. Unter der Leitung von Martina Muhs-Adrian und den wachen Augen von Ingrid Schneider-Küpper legte der Nachwuchs ein temporeiches Tanzspektakel aufs Parkett. Die Stimmung kannte kein Halten und das Publikum gab sich erst nach einer ausgiebigen Zugabe zufrieden.

Daraufhin stieg Exprinz Dr. Christoph Herzog in die Bütt. „Der Steiger” machte sich gnadenlos über die kleinen Unterschiede zwischen Mann und Frau her, dass dem amüsierten Publikum die Tränen in die Augen schossen.

Der anschließende Auftritt des Scharwach-Sextetts um Präsident Jansen versprach keine Erholung. Beim gemeinsamen Singen und Schunkeln, liefen die sechs Tenöre zur Hochform auf. Die teils selbst geschriebenen Texte ließen die Stimmung der Jecken stetig steigen.

So ging es auch frohgemut nach der Pause in die zweite Halbzeit. Unter großem Applaus zog die Gardetanzgruppe, begleitet vom befreundeten Regimentsspielmannszug „Grün-Weiß Lohn”, ein. Hingerissen von solcher Beinarbeit, waren die Jecken im Saal bereit für das inoffizielle Maskottchen der Gesellschaft. Rene Külzer, besser bekannt als das „Scharwachmüsje” gab sich die Ehre. Mag die Maus die Bütt auch nicht mehr ganz ausfüllen - an Witz hat sie nichts verloren. Das abgespeckte Mäuschen badete in tosendem Applaus.

Atemberaubende Akrobatik

Rasant ging es weiter mit der Stepptanzgruppe der Scharwache. Die temporeiche Showeinlage der Damen brachte die Stimmung endgültig zum Kochen. Zu den Klängen des Scharwachliedes hielt das stolze Korps Einzug in den Dürwisser Festsaal.

Unter kräftigem „Stipp, Stipp-Hurra!” sammelte sich das schmucke Heer, um sich von den Fastelovendsjecke gebührend feiern zu lassen.

Der darauf folgende Auftritt des Fanfarencorps der Blauen Funken, „Die Weisweiler” heizte den Gästen mit einer Auswahl bekannter Hits weiter ein. Der Saal tobte schließlich, als die Mitglieder der Showtanzgruppe „United Dancers” einmarschierten und eine furiose Unterhaltungsshow der Extraklasse boten. Das Team unter der Leitung von Marion Johnen präsentierte atemberaubende Akrobatik in schillernden Kostümen und setzte so einen krönenden Abschluss unter eine hervorragende Sitzung.